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Ethik und Moral - Coggle Diagram
Ethik und Moral
4 Fragen der Ethik im Berufsfeld Supervision und Fachberatung
Supervision
Reflexion beruflicher Tätigkeit
Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich
Fachberatung
Eng abgegrenzte Fragestellungen
Meist kürzerer Prozess
Ziele
Bewältigung beruflicher Anforderungen
Konfliktlösung
Qualitätsentwicklung
Psychohygiene
Kompetenzentwicklung
Reflexion ethischer Grenzen
Formen
Einzelsupervision
Teamsupervision
Gruppensupervision
Ausbildungssupervision
Intervision
Kollegiale Beratung unter Gleichgestellten
Ethische Grundsätze
Respekt
Vertraulichkeit
Auftragsbegrenzung
Verantwortung
Macht und Abhängigkeit reflektieren
Fachliche Qualität vor wirtschaftlichen Interessen
Auftragsklärung
Auftraggeber
Ziel
Teilnehmer:innen
Rolle der Institution
Setting und Häufigkeit
Dauer und Honorar
Berichtspflichten
Informationsweitergabe
Rollenklärung
Kontrolleur
Direktive Korrektur
Beurteilung
Fachberater
Fachwissen
Empfehlungen
Prozessbegleiter
Konfliktklärung
Alle Beteiligten hören
Multiple Beziehungen
Neutralität gefährdet
Unabhängigkeit gefährdet
Transparenz und Reflexion
Vertraulichkeit
Grundsätzlich vereinbart
Umfang der Berichte vorher klären
Keine unvereinbarte Weitergabe
Sorgfaltspflichten
Fairness
Wertschätzung
Regeln einhalten
Modellfunktion
Kompetenz
Eigensorge
Supervision und Intervision
Ethische Dilemmata
Vertraulichkeit vs. Schutz von Patient:innen
Gefährdung Dritter
Straftaten
Abwägung von Verantwortung und Schutz
PRÜFUNGSRELEVANTE KERNUNTERSCHEIDUNGEN
Ethik vs. Moral
Ethik = Reflexion
Moral = Werte und Normen
Ethik DER Psychologie vs. FÜR die Psychologie
DER = Moral als Forschungsgegenstand
FÜR = Berufsethische Regeln
Tugendethik vs. Pflichtenethik vs. Utilitarismus
Tugend = Charakter
Pflicht = moralisches Gesetz
Utilitarismus = Folgen
Compliance vs. Adhärenz
Compliance = Befolgen
Adhärenz = Mitgestaltung
Shared Decision vs. Assisted Decision
Shared = gemeinsame Entscheidung
Assisted = Unterstützung der Selbstbestimmung
Equality vs. Equity
Equality = gleicher Zugang
Equity = bedarfsgerechte Versorgung
Informed Consent
Einwilligung ist notwendig
Einwilligung allein reicht nicht
Zwang
Ultima Ratio
Mildere Mittel ausschöpfen
Rechtliche Bedingungen beachten
1 Einführung in Ethik und Moral
1.1 Begriffsbestimmungen
Ethos
Menschliche Natur, Gewohnheiten, Sitten
Anzustrebendes Verhalten und Tüchtigkeit
Ethik
Teilgebiet der Philosophie
Kritische Reflexion von Moral
Rationale und systematische Begründung
Moral
Sittliche Werte und Normen
Werte = Vorstellungen vom Guten
Normen = konkrete Regeln
Unterschied
Moral = Was halte ich für richtig?
Ethik = Wie lässt sich das begründen?
Bedeutung für Psychologie
Eigene Werte reflektieren
Vorurteile und Abwehrmechanismen erkennen
Werte nicht auf Klient:innen übertragen
1.2 Besonderheiten einer psychologischen Ethik
Ethik DER Psychologie
Moral als Gegenstand psychologischer Forschung
Moralentwicklung und Sozialisation
Ethik FÜR die Psychologie
Ethische Regeln für Therapie, Beratung und Forschung
Besonderheit
Vertrauensbeziehung
Vulnerable Personen
Machtasymmetrie
Manipulationspotenzial
Kohlberg – Moralentwicklung
Stufe 0: Eigene Wünsche
Stufe 1: Strafe und Gehorsam
Stufe 2: Instrumenteller Hedonismus
Stufe 3: Zwischenmenschliche Beziehungen
Stufe 4: Soziale Ordnung und Autorität
Stufe 5: Sozialer Vertrag
Stufe 6: Universelle Prinzipien
Ethik und Psychotherapie
Reflexion moralischer Werte
Entstehung und Funktion moralischer Vorstellungen
Keine manipulative Durchsetzung eigener Werte
1.3 Philosophische Grundlagen der Ethik
Deskriptive Ethik
Beschreibt vorhandene Moral
Keine Bewertung
Metaethik
Untersucht Begründungen ethischer Aussagen
Ethischer Relativismus
Nonkognitivismus
Dezisionismus
Normative Ethik
Entwickelt Kriterien moralisch richtigen Handelns
1.3.1 Tugendethiken
Aristoteles
Eudaimonie = gelungenes Leben
Tugend als Voraussetzung
Mesotes = mittlerer Weg
Tugend zwischen zwei Extremen
Martha Nussbaum
Qualities = grundlegende menschliche Bedürfnisse
Capabilities = Fähigkeiten für gutes Leben
Gesundheit
Selbstbestimmung
Beziehungen
Emotionen
Freude und Spiel
Leitfrage
Was für ein Mensch soll ich sein?
1.3.2 Pflichtenethik
Immanuel Kant
Vernunft
Autonomie
Menschenwürde
Pflicht
Kategorischer Imperativ
Universalisierungsformel
Maxime muss allgemeines Gesetz sein können
Zweck-an-sich-Formel
Mensch niemals bloß als Mittel
Mensch immer als Zweck an sich
Kritik
Vernunft und Autonomie problematisch bei Einschränkungen
Würde unabhängig von kognitiven Leistungen
Fürsorge nur begrenzt berücksichtigt
Leitfrage
Welche Handlung ist aus Pflicht richtig?
1.3.3 Utilitarismus
Konsequentialismus
Handlungen nach Folgen beurteilen
Größtmöglicher Nutzen
Glück maximieren
Leid minimieren
Handlungsutilitarismus
Nutzen konkreter Handlung
Präferenzutilitarismus
Verwirklichung der Präferenzen aller Betroffenen
Kritik
Freiheit und Gerechtigkeit können Nutzenabwägung unterliegen
Leitfrage
Welche Handlung hat die besten Folgen?
1.4 Angewandte Ethik
Bereichsethik
Übertragung allgemeiner Ethik auf konkrete Lebensbereiche
Beispiele
Medizinethik
Bioethik
Tierethik
Sozialethik
Wissenschaftsethik
Psychologische Ethik
Medizinethik
Patientenrechte
Selbstbestimmung
Patientenwohl
Gerechter Zugang zur Versorgung
3 Fragen der Ethik im Berufsfeld Klinische Psychologie
3.1 Ethische Basis klinisch-psychologischer Tätigkeit
Menschenwürde
Patient:innen nicht auf Diagnosen reduzieren
Selbstbestimmung
Information
Zustimmung
Ablehnung
Widerruf
Privatsphäre
Vertraulichkeit
Datenschutz
Wohlergehen
Nutzen fördern
Schaden vermeiden
Selbstbestimmte Entscheidung
Anders können
Gründe haben
Ich bin es
Compliance
Befolgen vorgegebener Behandlung
Eher paternalistisch
Adhärenz
Gemeinsame Zielvereinbarung
Aktive Mitgestaltung
Verantwortung
Fachliche Kompetenz
Fortbildung
Supervision und Intervision
Qualitätssicherung
Selbstsorge
Leitziel
Individualität verwirklichen
Lebensbejahung
Verantwortung übernehmen
3.2 Gestaltungsprinzipien klinisch-psychologischer Arbeit
3.2.1 Aufklärung und Einwilligung
Informed Consent
Freiwillig
Informiert
Verständlich
Adressatengerecht
Aufklärung über
Methode
Zweck
Dauer
Wirksamkeit
Risiken
Datenschutz
Finanzierung
Folgen einer Nichtbehandlung
Entscheidungsformen
Self-determined Decision
Person entscheidet selbst
Shared Decision
Gemeinsame Entscheidung
Patient:in hat letztes Wort
Assisted Decision
Unterstützung der Selbstbestimmung
Substituted Decision
Vertretung entscheidet
Mutmaßlicher Wille und Wohl
Zwang
Ultima Ratio
Erhebliche Selbst- oder Fremdgefährdung
Keine mildere Alternative
Rechtliche Voraussetzungen
3.2.2 Empathie und professionelle Distanz
Empathie
Gefühle und Wahrnehmung verstehen
Keine Identifikation
Übertragung und Gegenübertragung
Eigene Reaktionen reflektieren
Nähe und Distanz
Balance notwendig
Supervision
Intervision
Selbstreflexion
Machtasymmetrie
Fachwissen
Einfluss
Risiko von Manipulation
3.2.3 Umgang mit unterschiedlichen Wertesystemen
Respekt vor unterschiedlichen Werten
Keine Ablehnung allein wegen Weltanschauung
Neutralität
Eigene Werte nicht durchsetzen
Keine Wertediskussion im therapeutischen Setting
Ethische Konflikte
Vertraulichkeit
Schutz Dritter
Supervision und Intervision
3.3 Besonderheiten bei eingeschränkter Einwilligungsfähigkeit
Einschränkungen
Informationsaufnahme
Informationsverarbeitung
Folgenabschätzung
Gruppen
Vorübergehend eingeschränkt
Akute Psychose
Früher vorhanden, später verloren
Demenz
Nie vollständig erworben
Geistige Behinderung
Anspruch
Bestmögliche psychologische Versorgung
3.3.1 Menschen mit Psychoseerfahrungen
Autonomie und Eigensinn respektieren
Therapeutische Beziehung
Offenes Kontaktangebot
Zuhören
Respekt vor Krankheitserklärung
Langsamer Beziehungsaufbau
Peer-Beratung
Ziele
Sicherheit
Realitätsüberprüfung
Beruhigung
Hoffnung
Halt
Adhärenz
Folge einer gelungenen Beziehung
Keine Voraussetzung
Zwang
Zwangsunterbringung
Zwangsbehandlung
Ultima Ratio
Keine mildere Alternative
Erhebliche Gefährdung
Rechtliche Voraussetzungen
3.4 Menschen mit Demenz
Einschränkungen
Gedächtnis
Denken
Orientierung
Sprache
Urteilsfähigkeit
Selbstbestimmung
Anders können
Gründe haben
Ich bin es
Frühphase
Selbstbestimmung weitgehend erhalten
Unterstützung und mehr Zeit
Assisted Decision
Fortgeschrittene Demenz
Abstrakt-logisches Denken nimmt ab
Konkret-erlebnisnahes Denken
Bedürfnisorientierte Entscheidungen
Mutmaßlicher Wille und Wohl
Psychologische Praxis
Angst vor Demenz
Verarbeitung der Diagnose
Angehörigenberatung
Containing
Gefühle aufnehmen
Verarbeiten
Bearbeitbar zurückgeben
Angehörige
Anerkennung
Information
Entlastung
Selbstsorge
Burnout-Prävention
3.5 Menschen mit geistiger Behinderung
Psychische Belastungsfaktoren
Soziale Deprivation
Diskriminierung
Exklusion
Traumatisierung
Kommunikationsschwierigkeiten
Psychotherapie
Grundlegende Selbstwahrnehmung
Veränderungsmotivation
Selbst-Fremd-Differenzierung
Kommunikationsfähigkeit
Themen
Selbstwert
Trauer
Traumatisierung
Partnerschaft
Ablösung von Eltern
Selbstbestimmung
Keine rein fremdbestimmte Therapie
Motivation kann sich entwickeln
Equality
Gleicher Zugang
Equity
Bedarfsgerechte Versorgung
Qualitativ gleichwertige Behandlung
Therapieanpassung
Mehr Zeit
Einfache Sprache
Konkrete Inhalte
Übungs- und Festigungsphasen
Soziales Umfeld einbeziehen
3.6 Besonderheiten im Bereich psychologische Diagnostik
Einsatzbereiche
Klinische Diagnostik
Rehabilitation
Entwicklungsdiagnostik
Neuropsychologie
Eignungsdiagnostik
Forensik
Methoden
Leistungstests
Fragebögen
Interviews
Verhaltensbeobachtung
Computergestützte Tests
Ethische Fragen
Wer will etwas wissen?
Zu welchem Zweck?
Erzwungene Freiwilligkeit
Personalauswahl
Leistungsgewährung
Rehabilitation
Forensik
Ethische Anforderungen
Menschenwürde
Selbstbestimmung
Privatsphäre
Vertraulichkeit
Wohlergehen
Nichtschaden
Diagnostiker:innen
Fachliche Kompetenz
Fortbildung
Keine Tätigkeit außerhalb der Kompetenz
Doppelrollen vermeiden
2 Zur Bereichsethik in der Psychologie
2.1 Begründung für eine eigene psychologische Bereichsethik
Besondere Beziehungs- und Machtsituation
Vulnerable Personen
Asymmetrische Beziehung
Aufklärung und Einwilligung
Transparenz
Respekt
Nähe und Distanz
Manipulationspotenzial
Gründe
Spezielle psychologische Methoden
Arbeit mit vulnerablen Menschen
Neue Techniken
Entwicklung eines Berufsethos
Vulnerable Gruppen
Menschen in Krisen
Psychisch Erkrankte
Kinder und Jugendliche
Menschen mit Demenz
Menschen mit Behinderung
Geflüchtete
Wohnungslose
Online-Forschung
Datenschutz
Anonymität
Datensicherheit
Abbruchmöglichkeiten
2.2 Geschichte der Ethik in der Psychologie
2.2.1 Little-Albert-Experiment
John B. Watson
Konditionierung von Angst
Ratte mit unangenehmem Geräusch gekoppelt
Angstübertragung auf andere Tiere
Ethische Probleme
Sehr junges Kind
Angst gezielt erzeugt
Belastung und mögliche Langzeitfolgen
Fehlende informierte Einwilligung
2.2.2 Milgram-Obedience-Experiment
Stanley Milgram
Untersuchung von Gehorsam gegenüber Autorität
Versuchspersonen glaubten Stromstöße zu geben
Steigerung bis 450 Volt
Ethische Probleme
Täuschung
Stress
Keine vollständige Aufklärung
Mögliche psychische Folgeschäden
2.2.3 Stanford-Prison-Experiment
Zimbardo, Haney und Banks
Gefangene und Wärter
Eskalation von Macht und Entwürdigung
Abbruch des Experiments
Ethische Probleme
Verletzung der Menschenwürde
Unzureichende Aufklärung
Belastung und Machtmissbrauch
Lehre
Einwilligung allein rechtfertigt nicht jede Maßnahme
2.3 Medizinethische Grundlagen für eine psychologische Ethik
Nürnberger Kodex
Freiwillige informierte Einwilligung
Aufklärung über Zweck, Dauer, Methoden und Risiken
Abbruch jederzeit möglich
Einwilligung ist notwendig, aber nicht hinreichend
Deklaration von Helsinki
Ethische Standards medizinischer Forschung
Therapeutische Forschung
Nichttherapeutische Forschung
Belmont-Report
Respekt vor Personen
Wohlergehen und Nutzen
Gerechtigkeit
Beauchamp und Childress
Respect for autonomy
Selbstbestimmung
Beneficence
Wohltun
Non-maleficence
Nichtschaden
Justice
Gerechtigkeit
Prinzipienkonflikte
Selbstbestimmung vs. Nichtschaden
Abwägung im konkreten Fall
2.4 Ethische Leitlinien in der Psychologie
APA – fünf Prinzipien
Beneficence und Nonmaleficence
Wohlergehen fördern
Schaden vermeiden
Fidelity und Responsibility
Vertrauen
Verantwortung
Integrity
Ehrlichkeit
Transparenz
Justice
Gerechtigkeit
Fairer Zugang
Respect for Rights and Dignity
Menschenwürde
Privatsphäre
Selbstbestimmung
EFPA Meta-Code
Achtung der Rechte und Würde
Kompetenz
Verantwortung
Integrität
BDP und DGP
Vertraulichkeit
Selbstbestimmung
Fortbildung
Wissenschaftliche Redlichkeit
Schutz vor Machtmissbrauch
Qualitätssicherung