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Einstellungen & Einstellungsänderung, kognitive Dissonanz - Coggle…
Einstellungen & Einstellungsänderung
Begriff Einstellung
Relativ stabile Bewertung eines Objekts
Kognitiv
Gedanken, Überzeugungen
Affektiv
Gefühle, Emotionen
Konativ
Verhaltensabsichten
Verhalten selbst ≠ Einstellung
Drei-Komponenten-Modell
Affektiv
Kognitiv
Konativ
Konsistente Einstellung
Komponenten passen zusammen
Ambivalente Einstellung
Komponenten widersprechen sich
Instabiler
Leichter veränderbar
Implizite Einstellungen
automatisch
unbewusst
können bewusster Einstellung widersprechen
Funktionen von Einstellungen
Anpassungsfunktion
Anerkennung & soziale Anpassung
Orientierungs-/Wissensfunktion
Welt vereinfachen
Informationsaufnahme steuern
Abwehrfunktion
Unsicherheit reduzieren
Abwertung anderer
Eigengruppe stärken
Expressive Funktion
Werte & Identität ausdrücken
Zugehörigkeit/Abgrenzung
Einstellungen → Verhalten
Nur schwacher Zusammenhang
Einstellungen erklären laut Studienbrief ca. 10 % des Verhaltens
Gründe
Inkonsistente Komponenten
Soziale Einflüsse
Rollenerwartungen
Automatisches Verhalten
Persönlichkeit
Verhalten → Einstellungen
Kognitive Dissonanz
Leon Festinger
Theorie der kognitiven Dissonanz
Menschen streben nach Konsistenz
Widerspruch → unangenehme Spannung
Ziel → Dissonanz reduzieren
Dissonanz besonders bei
Widerspruch zwischen Verhalten & Überzeugung
Geringer äußerer Rechtfertigung
Negativen vorhersehbaren Konsequenzen
Bedrohung des positiven Selbstbildes
Rationalisierung
Gewählte Alternative wird aufgewertet
Verworfene Alternative wird abgewertet
Besonders nach schwierigen Entscheidungen
Beispiele
Wette → nach Entscheidung mehr Vertrauen
Restaurantwahl → schlechte Wahl wird nachträglich aufgewertet
Festinger & Carlsmith
Forced-Compliance-Experiment
Personen führen widersprüchliches Verhalten aus
Wenig Belohnung → starke Dissonanz
Starke Dissonanz → Einstellungsänderung
Hohe Belohnung → ausreichende äußere Rechtfertigung
→ weniger Einstellungsänderung
Dissonanzreduktion
Selbstrechtfertigung
Unterstützende Informationen suchen
Widersprüchliche Informationen vermeiden
Theorie des geplanten Verhaltens
Icek Ajzen
Verhalten
Verhaltensintention
Einstellung zum Verhalten
Subjektive Norm
Wahrgenommene Verhaltenskontrolle
Geeignet besonders für
Neue/bewusste Handlungen
Weniger geeignet für
Gewohnheiten
Kommunikation & Persuasion
Carl Hovland
Yale-Experimente
Persuasive Kommunikation kann Einstellungen verändern
Einflussfaktoren
Quelle
Inhalt
Präsentation
Motivation
Kognitive Aktivität
Sozialer Kontext
Einstellungsimpfung
William McGuire
Inoculation Theory
Schwache Gegenargumente + Widerlegung
→ Einstellung wird widerstandsfähiger
"Immunisierung" gegen spätere Überzeugung
Einschränkungen
Besonders bei einfachen/allgemein geteilten Einstellungen
Hohe kognitive Verarbeitung nötig
ELM
Richard Petty & John Cacioppo
Elaboration-Likelihood-Model
Zentrale Route
Hohe Motivation
Hohe kognitive Fähigkeit
Argumente werden intensiv verarbeitet
Einstellungsänderung langfristig & stabil
Periphere Route
Geringe Motivation
Geringe Verarbeitung
Oberflächliche Reize
Attraktivität
Sympathie
Einstellungsänderung eher kurzfristig & instabil
HSM
Shelly Chaiken
Heuristic-Systematic Model
Systematische Verarbeitung ≈ zentrale Route
Heuristische Verarbeitung ≈ periphere Route
Reaktanz
Jack Brehm
Reaktanz-Theorie
Wahrgenommene Freiheit wird bedroht
→ Widerstand
Verbotene Dinge können attraktiver werden
Voraussetzungen
Wahlmöglichkeiten vorhanden
Freiheit ist wichtig
Bedrohung wird wahrgenommen
Keine Wahlmöglichkeit
Abwertung der Option
oder Resignation/erlernte Hilflosigkeit
kognitive Dissonanz
Verhalten → Einstellung
oft stärker
↓
Einstellung → Verhalten
nur schwacher Zusammenhang
Kognitive Dissonanz
↓
Widerspruch
↓
unangenehme Spannung
↓
Dissonanzreduktion
↓
Einstellung wird an Verhalten angepasst