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Oberbegriff: Zusammenwirken von Menschen, Oberegriff: Regelung des…
Oberbegriff: Zusammenwirken von Menschen
Definition: Menschen treten miteinander in Beziehung, tauschen Informationen aus und beeinflussen sich gegenseitig.
• Soziale Interaktion: Menschen handeln und reagieren aufeinander.
• Soziale Kommunikation: Menschen vermitteln und empfangen Informationen, Gefühle oder Wünsche.
• Beide gehören zusammen: Wer mit jemandem interagiert, kommuniziert gleichzeitig.
Interaktion und soziale Kommunikation
Oberegriff: Regelung des Zusammenlebens
Definition: Soziale Normen sind Verhaltensregeln, die bestimmen, wie Menschen sich in einer Gesellschaft oder Gruppe verhalten sollen.
• Kann-Norm: wenig verbindlich; keine eigentliche Bestrafung
Beispiel: Einer Mitschülerin freiwillig bei den Hausaufgaben helfen.
• Soll-Norm: gesellschaftlich erwartet, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben
Beispiel: Andere Menschen höflich begrüssen. Unhöflichkeit kann zu Ablehnung führen.
• Muss-Norm: gesetzlich festgelegt und für alle verbindlich
Beispiel: Die Schulpflicht muss eingehalten werden. Bei einer Verletzung drohen rechtliche Konsequenzen.
Oberbegriff: Widersprüchliche Verhaltenserwartungen
Definition: Ein Rollenkonflikt entsteht, wenn verschiedene Erwartungen an eine Person nicht miteinander vereinbar sind.
• Rollendruck: Eine oder mehrere Erwartungen werden als Belastung empfunden.
Beispiel: Eine Lehrerin leidet darunter, schlechte Noten verteilen zu müssen.
• Intrarollenkonflikt: Innerhalb derselben Rolle bestehen widersprüchliche Erwartungen.
Beispiel: Die Schüler wünschen sich von einem Lehrer Nachsicht, während die Schulleitung eine strenge Benotung verlangt.
• Interrollenkonflikt: Erwartungen aus verschiedenen Rollen widersprechen sich.
Beispiel: Ein Mann soll als Lehrer am Wochenende Prüfungen korrigieren, möchte aber als Vater Zeit mit seinen Kindern verbringen.
Oberbegriff: Erlernen des sozialen Verhaltens
Definition: Sozialisation ist der lebenslange Prozess, in dem ein Mensch Werte, Normen, Einstellungen und soziale Rollen erlernt und dadurch in der Gesellschaft handlungsfähig wird.
• Primäre Sozialisation: frühe Kindheit, ungefähr 0 bis 3 Jahre
Merkmal: Grundlegende Werte und Verhaltensweisen werden erlernt
Beispiel: Ein Kind lernt in der Familie zu sprechen, zu teilen und Rücksicht zu nehmen.
• Sekundäre Sozialisation: spätere Kindheit und Jugend
Merkmal: Das bisher Gelernte wird erweitert oder verändert
Beispiel: Eine Jugendliche lernt in der Schule und im Freundeskreis neue Regeln und Rollen.
• Tertiäre Sozialisation: Erwachsenenalter
Merkmal: Anpassung an neue Aufgaben und Rollen.
Beispiel: Eine Person beginnt zu arbeiten oder gründet eine Familie