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Entwicklung der Menschenwürde - Coggle Diagram
Entwicklung der Menschenwürde
Antike
Rom
Cicero (Stoiker): Würde des Menschen hängt nicht allein von seiner gesellschaftlichen Stellung ab
=> Sklaven haben einen Anspruch auf Gerechtigkeit
Würde des Menschen hat dieser wegen seiner Vernunft (Erkennung der göttlichen Ordnung) und seines würdevollen Handelns in der Gesellschaft
Äußere Erscheinung des Menschen laut Cicero auch Teil der Menschenwürde
Griechenland
Nur männliche Bürger haben ein Recht auf Mitbestimmung (Rederecht und Ämter), Freiheit und Gleichheit in der Poleis
Aristoteles: Sklaven gibt es von Natur aus
Griechische Philosophen nehmen Verwandtschaft aller Menschen an => Grundstein für die spätere Menschenwürde
Mensch muss seinen Platz in der göttlichen Ordnung (Kosmopolis) finden => Werkzeuge dazu sind Vernunft und ein tugendhaftes Leben
Stoa leitet daraus Würde des Menschen ab, woraus aber keine rechtliche Gleichheit folgt
Reformation
Religionskriege im 16. und 17. Jahrhundert waren auch ein Kampf um Glaubens- und Gewissensfreiheit
Politische Herrschaftsstrukturen (Ungleichheit) wurden noch nicht hinterfragt
Vor Gott sind die Menschen gleich, auf der Erde nicht
Christliches Mittelalter
Menschenwürde: Biblische Schöpfungsgeschichte sieht den Menschen als Abbild Gottes => besondere Stellung des Menschen
Gleichheit: Gleichheit nur im Glauben, Ständegesellschaft wird nicht hinterfragt
Nächstenliebe: Lehre Jesu Christi (Gottesliebe und Nächstenliebe) => Menschlichkeit wird gefördert (Caritas)
Freiheit: Keine grundsätzlichen Freiheitsrechte
Renaissance
Betonung von Würde (dignitas) und Menschlichkeit (humanitas)
Mensch gilt als vernünftiges und entwicklungsfähiges Wesen, während im Mittelalter vor allem Strafen für Sünden im Vordergrund standen
Menschlicher Körper wird geschätzt => Körper-Kult, der auf antiken Statuen und Skulpturen aufbaut
Rückbezug auf griechische und insbesondere römische Autoren => Wiedergeburt der Antike