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imago dei + Menschenwürde - Coggle Diagram
imago dei + Menschenwürde
Karl Barth 1938
Mensch hat als solcher keinen Selbstwert
Vorstellung von Würde ist theologisch illegitim
3 Konzepte, die M.
Rechte
an Sonderbedingungen knüpfen
BUND (Moltmann); ERWÄHUNG (Huber); TAUFE (Rendtorff)
Ursprung der Ideen von MRechten und MWürde naturrechtlich begründet oder verknüpft mit Christentum? > DOPPELTER Ausgangspunkt
Kants philosophische Grundlegung praktische Vernunft: Stärker Argumentationsbasiert, Auseinandersetzung mit Gegenpositionen; Überzeitlichkeit?
Konzept aus imago dei: Werbung um Zustimmung aus religiöser Einstellung heraus; Überzeugunskraft und abrufbar als innere Gewissheit
MWürde ist der st grundlegendere Begriff
Wirkungsgeschichte Ursprung in atl imago dei
3 Auslegungstraditionen
1 Irenaäus > Mittelalter > Altprotestantismus
2 altgriechische Kirchenväter
3 Renaissance > Aufklärung
KANT
Fokus auf Freiheit und Selbstbestimmung
Selbstbestimmungsfähigkeit macht Menschen zuallererst zu einem solchen = Kern der MWürde für KANT
Achtung ist der Respekt vor der Freiheit des Anderen
Wenn wir uns also anderer bedienen, dann niemals ausschließlich als Mittel sondern immer auch als Zweck, dem der andere zustimmen kann.
Unterschied: WERT und WÜRDE
Wert ist Resultat einer Abwägung, ins Verhältnis zu setzen, Rangordnung
Würde gilt uneingeschränkt und kann nicht abgewogen werden
WÜRDE-Theorem ist im Rahmen der praktischen vernundt wasserdicht, aber im Übergang zur Anthropologie stellt sich die Frag: "Warum besitzt der Mensch WÜRDE vor allen anderen Geschöpfen?"
KANT: weil der Mensch das einzige vernünftige Geschöpf ist und "die Natur dies gewollt hat!" (sic!)
Herder
Festhalten am Kulturauftrag des Menschen
Zusammenhang von imago dei und Mensch als sich selbst aktivierendem kulturschaffendem Wesen
imago dei spielt eine Rolle
religionsgeschichtlicher Kontext
biblischer Befund
Erschaffung als Ebendbild ist verbunden mit Herrschaftsauftrag (Urbarmachung, Tiernutzung, Pflanzenverwertung)
Gehlen: Hinweis auf Machtumkehrung: Heute veränderte Superstruktur durch Naturwissenschaft, Technik und kapitalistische Ausgestaltung / Marktökonomie > von der Lebensfeindlichkeit der Natur gegenüber dem Menschen ist heute der Mensch der Feind der Natur
Der Mensch wird als ordnende Kraft eingeführt und insofern als Zeichen der Gottespotenz
Königtumsideologie
Waschke:
Übertragung erfolgt in komplizierter Abfolge mehrerer Schritte
1 Deuterojesaja: König David verliert Königtum, Volk tritt in die Rolle des Königs und wird zur herrschaft über Völker eingesetzt
2 Priesterschrift: das erwählte Volk erfüllt Rolle als Bindeglied zwischen Jahwe und den Völkern
3 Grundrechtsinterpretationen: "Die Würde des Menschen ist unantastbar"
1 Auslegung konservativ ausgerichtet an Mensch als geistig-personalem Wesen in der Spannung von Individualität und Sozialität?
2 Zusatzkriterium: kantische Objektformel: Menschwenwürde ist "getroffen", wenn der konkrete Mensch zum Objekt herabgewürdigt wird
3 Subjektqualität kommt hinzu, als Begründung zur Objektformel: Selbstbestimmungsfähigkeit des Menschen
begriffliche Fähigkeit des Menschen
Statt Instinktleitung und Handeln nach biologischen Zwängen bildet der Mensch Verhaltensalternativen aus > Nein-Sagen; sich distanzieren
Belastung durch Abwägenmüssen von Alternativen
Freiheitsgewinn durch Neukombination, Distanzgewinn, Alternativen
Plessner:
Der Mensch hat Welt, das Tier hat Umwelt. Der Mensch kann gedanklich heraustreten und sich selbst gegenübertreten und sich zum Objekt seines eigenen Nachdenkens machen.
Bewusstsein
Selbstverhältnis der Tiere auf Ebene der Empfindungen
Selbstbewusstsein
Ich-sagen-Können als elementarste Form kognitiven Selbstbewusstseind
Selbstreferenz entwickelt sich beim Kleinkind
Objektbewusstsein
das Vorgestellte von sich selbst unterscheiden
sich dieser Unterscheidung bewusst sein
das Vorgestellte als unabhängig existent von dessen Vorgestellt-Sein begreifen