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Intelligenzmodelle und Testtheorien - Coggle Diagram
Intelligenzmodelle und Testtheorien
Grundidee
Frühe Intelligenztests waren praxisorientiert
später Forderung nach theoretischer Fundierung
Ergebnis Entwicklung verschiedener Intelligenzmodelle
2.1 Klassische Modelle
Zwei Faktoren Theorie Spearman 1927
Kerngedanke
Intelligenz besteht aus
g Faktor Generalfaktor
s Faktoren spezifische Fähigkeiten
Details
g Faktor
allgemeine mentale Energie
notwendig für
Denken
Zusammenhänge erkennen
Schlussfolgern
s Faktoren
aufgabenspezifisch
sprachlich
mathematisch
räumlich
Leistung im Test
g plus s
Bewertung
g Faktor stark bestätigt und relevant
s Faktoren empirisch schwer nachweisbar
Gf Gc Modell Cattell 1963
Kerngedanke
g Faktor besteht aus zwei Komponenten
Fluide Intelligenz Gf
angeboren
Problemlösen und logisches Denken
kulturunabhängig
nimmt im Alter ab
Kristalline Intelligenz Gc
erworbenes Wissen und Erfahrungen
kulturabhängig
nimmt im Laufe des Lebens zu
Primärfaktorenmodell Thurstone 1938
Kerngedanke
g Faktor ist nicht Ursache sondern Ergebnis
Intelligenz besteht aus 7 unabhängigen Fähigkeiten
Primärfaktoren
assoziatives Gedächtnis
Rechenfähigkeit
Wahrnehmungsgeschwindigkeit
schlussfolgerndes Denken
räumliches Vorstellungsvermögen
Sprachverständnis
Wortflüssigkeit
Würfelmodell Guilford 1967
Kerngedanke
kein g Faktor
Intelligenz Kombination vieler Einzelfähigkeiten
Dimensionen
Vorgänge
Denken
Gedächtnis
Inhalte
visuell
auditiv
Produkte
Beziehungen
Systeme
Kombination
viele spezifische Fähigkeiten
Bewertung
sehr komplex
empirisch kaum bestätigt
Kernaussagen
Entwicklung von einfachen zu komplexen Modellen
zentrale Streitfrage Existenz eines g Faktors
Trends
Spearman und Cattell g Faktor wichtig
Thurstone mehrere Fähigkeiten
Guilford kein g Faktor viele Einzelfähigkeiten
2.2 Moderne Theorien
Grundidee
umfassendere theoretisch fundierte Modelle
Integration früherer Ansätze
CHC Modell Cattell Horn Carroll 1999
Entstehung
Kombination aus
Cattell Gf Gc Modell
Horn Erweiterungen
Carroll Drei Schichten Modell
Woodcock Testperspektive
Aufbau
zwei Schichten
breite Fähigkeiten
enge Fähigkeiten
Breite Fähigkeiten
fluide Intelligenz Gf logisches Denken
kristalline Intelligenz Gc Wissen
visuell räumliche Fähigkeiten Gv
auditive Verarbeitung Ga
Kurzzeitgedächtnis Gsm
Langzeitgedächtnis und Abruf Glr
Verarbeitungsgeschwindigkeit Gs
Reaktionsgeschwindigkeit Gt
quantitatives Wissen Gq
Lesen und Schreiben Grw
psychomotorische Fähigkeiten Gp
sensorische Bereiche
olfaktorisch
taktil
kinästhetisch
Bewertung
sehr umfassend
teilweise gut erforscht
teilweise weniger validiert
Multiple Intelligenzen Gardner 1983 2006
Grundannahmen
kein einheitlicher Intelligenzfaktor
Intelligenz Summe verschiedener Fähigkeiten
Kritik an Fokus auf Sprache und Mathematik
Kritik an klassischen IQ Tests
Intelligenzarten
sprachlich linguistisch
logisch mathematisch
visuell räumlich
musikalisch
körperlich kinästhetisch
interpersonal
intrapersonal
naturalistisch
existenziell
Besonderheiten
Intelligenzen unabhängig
in verschiedenen Hirnarealen verankert
können zusammenwirken
Messung
Ablehnung klassischer Tests
Bewertung realer Aktivitäten
Kritik
mangelnde empirische Belege
Hinweise auf g Faktor widersprechen Theorie
Kernaussagen
Integration und Differenzierung
CHC Modell eines der wichtigsten Modelle
viele differenzierte Fähigkeiten
Gardner erweitert Intelligenzbegriff
wissenschaftlich umstritten
2.3 Kulturelle Unterschiede in der Intelligenzmessung
Grundproblem
Intelligenztests weltweit eingesetzt
kulturelle Unterschiede beeinflussen Ergebnisse
Einflussfaktoren
Sprache
Symbolsysteme
Bildungserfahrungen
Problemlösestrategien
Risiko systematische Benachteiligung
Kulturgebundenheit von Tests
Tests stammen aus westlich industrialisierten Gesellschaften
Inhalte basieren auf kulturellem Wissen und Erfahrungen
Problem
andere Kulturen andere Voraussetzungen
schlechtere Leistung nicht gleich geringere Intelligenz
fehlende Vertrautheit mit Inhalten
besonders kritisch
sprachbasierte Tests
fremdsprachige Personen
Kulturfaire Tests
Ziel Reduktion kultureller Verzerrungen
Merkmale
spracharm oder sprachfrei
abstrakte figurale Aufgaben
Einschränkungen
Unterschiede bleiben bestehen
Problemlösestile
Testerfahrung
Testanpassung Adaption
Übersetzung der Tests
kulturelle Anpassung von Aufgaben
neue Normstichproben
Voraussetzung Vergleichbarkeit systematische Anpassung
Zentrale Herausforderungen
Konstruktäquivalenz
misst der Test dasselbe Konstrukt
Messäquivalenz
Aufgaben werden gleich verstanden
Bias und Fairness
Verzerrung durch
Bildung
Erfahrung
kulturelle Werte
Sprachprobleme
Bedeutungsverlust bei Übersetzungen
Wichtige Erkenntnis
Probleme nicht vollständig lösbar
nur minimierbar durch
sorgfältige Testentwicklung
Pilotstudien
interkulturelle Validierung
Praktische Handlungsempfehlungen
Testauswahl
kulturfaire oder adaptierte Tests
bei Migrationshintergrund oder Fremdsprache
Mehrmethodenansatz
Tests
Beobachtungen
Interviews
schulische Leistungen
Kritische Interpretation
Ergebnisse im Kontext betrachten
Kultur
Sprache
Bildung
Kernaussage
Spannungsfeld zwischen Objektivität und kulturellen Einflüssen
keine neutralen Tests
bewusster kritischer Umgang notwendig