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Stress - Coggle Diagram
Stress
Grundidee von Stress
Stress wird im Alltag unscharf verwendet
Fachlich wird unterschieden zwischen
Stressor auslösendes Ereignis z B Prüfung
Stressreaktion körperliche und psychische Reaktion darauf
Stress umfasst psychologische kognitive und physiologische Prozesse
Was löst Stress aus
Stress entsteht wenn äußere Anforderungen größer sind als eigene Ressourcen
Person fühlt sich überfordert und nicht mehr bewältigungsfähig
Zentrale Rolle kognitive Bewertung
Modell von Lazarus und Folkman 1984
Primary Appraisal erste Bewertung
Situation relevant für mich
Bewertung als positiv oder belastend
Secondary Appraisal zweite Bewertung
Einschätzung der Bewältigungsmöglichkeiten
Herausforderung Bewältigung möglich
Bedrohung Bewältigung nicht möglich Stressreaktion
Stress hängt von subjektiver Wahrnehmung ab
Historische Perspektive Hans Selye
Begründer der Stressforschung
General Adaptation Syndrome GAS
universelle unspezifische Stressreaktion
Phasen der Stressreaktion
Alarmreaktion
Aktivierung autonomes Nervensystem
Ausschüttung Adrenalin
starke körperliche Erregung und negative Emotionen
Aktivierung hormonsteuernder Strukturen z B Lymphsystem
Widerstandsphase
beginnt nach ca 48 Stunden
maximale Anpassung
Hormonspiegel konstant
hohe Aktivierung stabilisiert
Erschöpfungsphase
Ressourcen aufgebraucht
körperliche Ermüdung
geschwächtes Immunsystem
erhöhte Krankheitsanfälligkeit
depressive Tendenzen
kann zu Krankheit oder Tod führen
Moderne Sicht auf Stress
Stressreaktionen nicht einheitlich
Unterschiede nach Person Situation Kontext
Einflussfaktoren auf Stressreaktionen
objektive Reizintensität
subjektive Bewertung
Coping Fähigkeiten
Vorerfahrungen Lerngeschichte
Dauer und Häufigkeit von Stress
Persönlichkeit und biologische Faktoren
soziale Unterstützung
aktueller Zustand Müdigkeit Hunger
Möglichkeiten zum Stressabbau Sport
Kernaussage
Stress entsteht durch Zusammenspiel von Anforderungen Bewertung und Ressourcen
Die akute Stressreaktion Zusammenfassung
Grundprinzip
hochgradig adaptiv und funktional
Ziel schnelle Anpassung Bereitstellung von Energie und Ressourcen
Zwei Systeme
Sympathisches Nervensystem SNS schnell
Hypothalamus Hypophysen Nebennierenrinden Achse HPA Achse langsam
Sympathisches Nervensystem SNS
Eigenschaften
sofort aktiviert
schnelles Stresssystem
Alarmzustand
Hormone
Adrenalin
Noradrenalin
Ausschüttung Nebennierenmark
Körperliche Effekte
erhöhte Herzrate Blutdruck Puls Blutfluss
erhöhte Atemfrequenz
Erweiterung Bronchien Pupillen
Verengung Blutgefäße
reduzierte Verdauung Harnentleerung
reduzierte Speichelproduktion
kalter Schweiß
Fight or Flight Response
Vorbereitung Kampf oder Flucht
evolutionär angepasst
heute bei modernen Stressoren
subjektiv spürbar
HPA Achse langsames Stresssystem
Eigenschaften
verzögerte Aktivierung
hormoneller Regelkreis Hypothalamus Hypophyse Nebennierenrinde
Cortisol Maximum nach 21 bis 40 Minuten
Hormonelle Kaskade
Hypothalamus
erhält sensorische und körperliche Informationen
reguliert Atmung Kreislauf Nahrungsaufnahme
schüttet CRH aus
Hypophyse
wird durch CRH aktiviert
setzt ACTH frei
Nebennierenrinde
wird durch ACTH stimuliert
produziert Cortisol
Kurzlogik
Stress Hypothalamus CRH Hypophyse ACTH Nebennierenrinde Cortisol
Feedbackschleife
Cortisol hemmt Hypothalamus
reduziert CRH Ausschüttung
Selbstregulation
Cortisol nicht direkt spürbar
Zusammenspiel der Systeme
SNS sofortige Reaktion
HPA Achse längerfristige Regulation
Stressreaktion dynamischer Prozess
Cortisol im Gehirn Zusammenfassung
Allgemein
Cortisol überwindet Blut Hirn Schranke
wirkt auf Informationsverarbeitung und Kognition
viele Rezeptoren im Hippocampus
Einfluss Gedächtnis
vor Enkodierung keine eindeutigen Effekte
nach Enkodierung förderlich Speicherung verbessert
vor Abruf hemmend erschwert Abruf
Evolutionäre Erklärung
wichtige Ereignisse werden gespeichert
Abruf gehemmt zur Vermeidung von Störungen
Exekutive Funktionen
beeinträchtigt komplexes Denken zielgerichtetes Handeln kognitive Flexibilität
fördert automatisches Verhalten Reiz Reaktions Muster schnelle Entscheidungen
Kernaussage
zwei Systeme schnell SNS langsam HPA Achse
Cortisol verändert Gedächtnis und Denken
Sympathisches Nervensystem und HPA Achse
Zusammenspiel
Effekte synergetisch und komplementär
Cortisol allein nicht ausreichend
Kombination mit SNS und Gehirnstrukturen notwendig
Rolle Amygdala
basolaterale Amygdala wichtig
verstärkt Gedächtniskonsolidierung
Cortisol Effekte
schnelle nongenomische Effekte
langsame genomische Effekte Rückkehr zum Normalzustand
Funktion
SNS Alarm Aktivierung
HPA Achse langfristige Regulation Ressourcenverteilung
Invertierte U Kurve
mittleres Stressniveau beste Leistung
zu wenig Unterforderung
zu viel Überforderung
Stress und Immunsystem
Grundfunktion
Schutz vor Viren Bakterien schädlichen Stoffen
angeboren unspezifisch erworben spezifisch
Wirkung Stress
chronischer Stress unterdrückt Immunsystem
Ursache Glukokortikoide Cortisol
Folge Krankheitserreger breiten sich leichter aus
Beispiel
während Stress Immunsystem unterdrückt
nach Stress Symptome treten auf
Psychoneuroimmunologie
Wechselwirkung Psyche Nervensystem Immunsystem
gegenseitige Beeinflussung
Einfluss psychischer Faktoren
Depression chronischer Stress schädlich
Beispiel pflegende Angehörige schwächere Immunreaktion
Chronischer Stress
Grundidee
akuter Stress adaptiv
chronischer Stress schädlich
Wear and Tear Abnutzung
Allostase
Anpassung durch SNS und HPA Achse
allostatische Belastung akkumuliert
Allostatische Last McEwen 1998
normale Reaktion kurzfristig funktional
repeated hits wiederholte Belastung
lack of adaptation keine Gewöhnung
prolonged response verlängerte Reaktion
inadequate response keine Reaktion
Kernaussage
Stress kurzfristig funktional langfristig gesundheitsschädlich
Stressbezogene Erkrankungen
Grundidee
unspezifischer Risikofaktor
beeinflusst psychische und körperliche Erkrankungen
erklärt durch Diathese Stress Modell
Diathese Stress Modell
Grundprinzip
Krankheit durch Diathese und Stress
Diathese Vulnerabilität
genetische Disposition
bestimmt benötigtes Stressniveau
Aussage
hohe Vulnerabilität wenig Stress nötig
geringe Vulnerabilität viel Stress nötig
Modelle
additives Modell
Diathese und Stress addieren sich
Interaktionsmodell
Stress wirkt nur bei vorhandener Diathese
Schutzfaktoren
soziale Unterstützung Beziehungen Coping Intelligenz sozioökonomischer Status
Stress und körperliche Erkrankungen
Zusammenhang Herz Kreislauf
erhöhte Pulsfrequenz Durchblutung Blutdruck
häufige Krankheiten Herzinfarkt Schlaganfall
Blutdruck Grundlagen
Druck des Blutes in Arterien
systolisch diastolisch
Klassifikation
optimal normal hochnormal Hypertonie Grad 1 bis 3
Folgen
Herzinfarkt Schlaganfall Nierenversagen
Prävention
Ernährung Bewegung Gewicht Nichtrauchen
Psychische Faktoren
negativer Affekt Depression Angst Anspannung
erhöht Adrenalin Noradrenalin Blutdruck
Typ A Verhalten
ehrgeizig ungeduldig aggressiv
schwacher Zusammenhang mit Herzkrankheiten
Stress und psychische Erkrankungen
zentrale Störungen
PTBS
Major Depression
PTBS
Trauma Lebensgefahr Hilflosigkeit
Symptome Flashbacks Übererregung Gedächtnislücken Schreckhaftigkeit emotionale Verflachung
einzige Störung mit Ereignis als Diagnosekriterium
Depression
Symptome depressive Stimmung Interessenverlust kognitive Beeinträchtigung Schlaf Appetit
Erlernte Hilflosigkeit
Unkontrollierbarkeit
motivational emotional kognitiv Defizite
generalisiert
Attributionsstil
persönliche Hilflosigkeit
universelle Hilflosigkeit
HPA Unterschiede
PTBS niedriges Cortisol
Depression hohes Cortisol
Erklärung gestörte Feedbackschleife
Kernaussage
Stress beeinflusst psychische Erkrankungen über HPA Achse
Stress in der Forschung
Grundidee
schwer messbar
benötigt Marker und Experimente
Physiologische Stressmarker
Cortisol HPA Achse
Speichelmessung Haarmessung
Adrenalin Noradrenalin SNS
schwer messbar im Speichel
kardiovaskuläre Parameter
Herzrate Puls Blutdruck Hautleitfähigkeit
Experimentelle Stressinduktion
Problem Alltagsstress nicht standardisiert
Lösung Laborexperimente
Bedingungen
aktive Leistung persönliche Relevanz soziale Bewertung Unkontrollierbarkeit
Trier Social Stress Test
Bewerbungsrede ohne Feedback
Rechenaufgabe unter Beobachtung
zusätzliche Stressoren Videoaufnahme keine Dauerinformation
Effekt 70 bis 80 Prozent Cortisolanstieg
Interessante Befunde
Geschlechterunterschiede
Männer stärkere Cortisolreaktion
Frauen schwächer außer ohne hormonelle Verhütung
unterschiedliche Stressmarker
geringe Korrelation zwischen Cortisol körperlicher Reaktion subjektivem Stress
unterschiedliche zeitliche Dynamik
soziale Unterstützung
Männer weniger Stress
Frauen mehr Stress
Gesamtkern
Stress multidimensional
Nutzung biologischer Marker und Experimente
soziale und biologische Faktoren beeinflussen Stressreaktion