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Emotionen - Coggle Diagram
Emotionen
Bedeutung von Emotionen
Emotionen
bestimmen Alltag und Verhalten
motivieren und steuern Handlungen
Betrachtung aus
neuronaler Perspektive
physiologischer Perspektive
biochemischer Perspektive
2.1 Emotionen
Herkunft des Begriffs
Begriff Emotion geprägt von Anton Marty
abgeleitet von
emovere = herausbewegen
Grundverständnis
Emotionen = Handlungstendenzen
bestehen aus
Gefühlen (subjektiv)
neuronaler Aktivierung
hormoneller Aktivierung
Ziel
Organismus schnell handlungsfähig machen
Gefühle vs Emotionen
Gefühle
nur subjektiver Teil
Emotion
Gesamtsystem (körperlich + psychisch)
Evolutionäre Funktion
Emotionen sichern
Überleben
Beispiele
Angst → Flucht
Hunger → Nahrungssuche
Emotionen als Handlungstendenzen
Emotionen sind automatisch mit Verhalten verknüpft
Experiment Önal-Hartmann et al. 2012
positive Reize → Annäherung
negative Reize → Vermeidung
inkongruentes Verhalten
braucht mehr kognitive Kontrolle
führt zu längeren Reaktionszeiten
Abgrenzung wichtiger Begriffe
Affekt (nach James Gross)
Oberbegriff für
Stressreaktionen
Emotionen
Stimmung
Stressreaktionen
unspezifisch
negativ
entstehen bei
Überforderung
Emotionen
spezifisch
positiv oder negativ
durch konkrete Ereignisse ausgelöst
Stimmung
länger anhaltend
diffus
kein konkreter Auslöser
Merksatz
Stimmung = emotionales Klima
Emotion = emotionales Wetter
2.2 Zwei-Faktoren-Theorie (Schachter Singer)
Ausgangsfrage
Zusammenhang
Körper (Physiologie)
Kognition (Bewertung)
Zitat William James
We feel sorry because we cry, angry because we strike, afraid because we tremble
Emotion entsteht durch körperliche Reaktion
Theorie von Stanley Schachter und Jerome Singer (1962)
Grundannahme
Emotion besteht aus zwei Komponenten
physiologische Erregung (z. B. Herzklopfen)
kognitive Bewertung (Interpretation der Situation)
beide notwendig
Ablauf der Emotionsentstehung
emotionale Situation
körperliche Erregung
kognitive Interpretation
Emotion entsteht
Experiment Schachter Singer 1962
Ablauf
Adrenalin oder Placebo
unterschiedliche Aufklärung
Situation
Begegnung mit euphorischer oder wütender Person
Ergebnisse
ohne oder falsche Erklärung
Emotion wird übernommen
mit korrekter Erklärung
weniger Beeinflussung
Schlussfolgerung
Emotion entsteht aus
körperlicher Erregung
kognitiver Bewertung
unklare Ursache → Kontext bestimmt Emotion
Bewertung der Theorie
heute nicht vollständig gültig
aber Grundidee bleibt wichtig
Emotion = Körper + Kognition
Gesamt-Kernaussage Kapitel 2 bis hier
Emotionen
sind komplexe Systeme
bereiten Verhalten vor
bestehen aus
körperlicher Aktivierung
kognitiver Bewertung
dienen
schneller Anpassung und Überleben
2.3 Basisemotionen
Grundidee
Begriff von Paul Ekman
universelle Emotionen
angeboren
kulturübergreifend
Fokus
mimischer Ausdruck
Menschen erkennen Emotionen gleich
Studie Neuguinea
Ablauf
Geschichte → Emotion wählen
Emotion darstellen
Ergebnisse
hohe Übereinstimmung
Ausnahme Angst und Überraschung
Schluss
universell
Sechs Basisemotionen
Freude
Trauer
Angst (Furcht)
Wut (Ärger)
Ekel
Überraschung
Facial Action Coding System
entwickelt von Paul Ekman und Wallace Friesen
beschreibt muskuläre Muster
Typische mimische Merkmale
Wut
Augenbrauen zusammengezogen
Lippen gepresst
Angst
Augenbrauen hochgezogen
Augen weit geöffnet
Ekel
Nase gerümpft
Oberlippe angehoben
Überraschung
Augenbrauen hochgezogen
Freude
Mundwinkel und Wangen angehoben
Trauer
Augenbrauen hoch und zusammengezogen
Mundwinkel nach unten
Kernaussage
Basisemotionen sind
universell
biologisch verankert
zeigen sich in typischer Mimik
2.4 Neuronale Grundlagen von Emotionen
Limbisches System klassische Sicht
emotionales Gehirn
Strukturen
Amygdala
orbitofrontaler Cortex
Hippocampus
Hypothalamus
Basalganglien
Moderne Sicht
kein einzelnes Zentrum
Emotionen entstehen durch Netzwerke
Besonders wichtig
Amygdala
mesolimbisches Dopaminsystem
orbitofrontaler Cortex
Kernaussage
Emotionen sind netzwerkbasiert
2.4.1 Fall S M
Hintergrund
Urbach-Wiethe-Syndrom
Zerstörung der Amygdala
Besonderheiten
normale Leistungen
keine Angst erlebbar
Erste Interpretation
Amygdala = Angstzentrum
Experiment Adolphs et al. 2005
Aufgabe
Emotionserkennung
Blickbewegung
Ergebnis
gesunde schauen Augen
S M nicht
Neue Interpretation
Amygdala lenkt Aufmerksamkeit
hilft beim Scannen
Verarbeitung im Kortex
Erkenntnis
ohne Amygdala keine effiziente Suche
Verarbeitung bleibt möglich
2.4.2 Limbisches System
Grundidee
Gruppe von Hirnstrukturen
Funktion Emotion
Aufbau
engeres System
Amygdala
Hippocampus
Gyrus cinguli
erweitertes System
Thalamus
Hypothalamus
Cortex
Bedeutung
früher emotionales Gehirn
heute Netzwerk
Amygdala
emotionaler Signaldetektor
wichtig für Angst und Furchtkonditionierung
Klüver Bucy Syndrom
keine Angst
Zahmheit
orale Exploration
Sexualtrieb erhöht
Hyperaktivität
Kernaussage
wichtig für Emotionen
kein isoliertes Zentrum
2.4.3 Angst und Furchtkonditionierung
Grundidee
Schutz vor Gefahr
adaptiver Wert
Unterschied Angst und Furcht
Angst diffus
Furcht spezifisch
Rolle der Amygdala
wichtig für Lernen
Klassische Konditionierung
CS + UCS
CS löst Furcht aus
Reaktionen
Erstarren
Herzrate ↑
Blutdruck ↑
Schmerz ↓
Stresshormone ↑
Bedeutung Amygdala
notwendig für Lernen
nicht für angeborene Reaktion
Theorie LeDoux
Emotion ohne Bewusstsein möglich
Zwei Wege
schneller Weg
Thalamus → Amygdala
schnell
unbewusst
langsamer Weg
Thalamus → Cortex → Amygdala
bewusst
genauer
Erkenntnis
zwei Systeme parallel
2.5 Messung von Emotionen
Grundproblem
komplex
2.5.1 Subjektive Maße
Selbstberichte
PANAS
Kritik Response Bias
Kernaussage subjektiv
2.5.2 Behaviorale Maße
Stimme
Gesicht
Problem keine exakte Zuordnung
2.5.3 Physiologische Maße
Grundidee
objektiv
nicht spezifisch
Marker
EMG
Hautleitfähigkeit
Herz
Gehirn
Kernaussage
zeigt Arousal nicht Emotion
2.6 Biochemie der Emotionen
Grundidee
Neurotransmitter steuern Emotion
GABA
hemmend
beruhigend
Noradrenalin
Erregung
Wachsamkeit
Serotonin
Stimmung
Schlaf
Dopamin
Motivation
Emotion
Kernaussage
chemisch moduliert
2.7 Aggression
Definition
Aggression Verhalten
Aggressivität Eigenschaft
Formen
reaktiv
impulsiv
instrumentell
zielgerichtet
Grundlagen
Gehirn
Genetik
Neurochemie
Evolution
2.8 Emotionsregulation
Definition
Steuerung von Emotionen
2x2 Modell
negativ runter
negativ hoch
positiv runter
positiv hoch
2.8.1 Modales Modell
Situation
Aufmerksamkeit
Bewertung
Reaktion
Feedback
2.8.2 Prozessmodell
antezedenzfokussiert
reaktionsfokussiert
Strategien
bewusst
unbewusst
Kernaussage
Emotionen regulierbar
2.8.3 Strategien
kognitive Neubewertung
adaptiv
Unterdrückung
maladaptiv
Flexibilität entscheidend
2.8.4 Neuronale Grundlagen
PFC
ACC
Insula
Top down Kontrolle
Erklärung
Bottom up Emotion
Top down Kontrolle
Merksatz
Emotion von unten Kontrolle von oben