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Schlaf und Traum - Coggle Diagram
Schlaf und Traum
Bedeutung des Schlafs
Menschen verbringen etwa 1/3 ihres Lebens schlafend (~175000 Stunden)
Schlaf hat wichtige Funktionen
Verarbeitung von Erfahrungen
Vorbereitung auf den nächsten Tag
Schlaf ist kein passiver Zustand sondern aktiv
Schlafmangel führt zu
Erschöpfung
verminderter Leistung und Konzentration
emotionaler Instabilität
Es gibt keine einheitliche Theorie aber gesicherte Funktionen
3.1 Definition von Schlaf
Grundproblem
Schlaf ist schwer eindeutig zu definieren
Betrachtung auf zwei Ebenen
behavioral Verhalten
physiologisch Körperprozesse
Behaviorale Merkmale
geringe oder fehlende Mobilität
typische Schlafposition
reduzierte Reaktion auf Reize
erhöhte Reaktionszeit
erhöhte Erregungsschwelle
beeinträchtigte kognitive Funktionen
umkehrbarer unbewusster Zustand
im REM Schlaf schnelle Augenbewegungen
Alertness Wachheit
Fähigkeit aufmerksam zu sein und auf Reize zu reagieren
Physiologische Merkmale
Atemfrequenz sinkt
Herzfrequenz sinkt
Blutdruck sinkt
Körpertemperatur sinkt
Muskelspannung sinkt
Messbar durch
EEG Gehirnaktivität
EOG Augenbewegungen
EMG Muskelspannung
Schlaf ist nicht einheitlich
Zwei Hauptphasen
REM Schlaf
Non REM Schlaf
3.2 Schlafarchitektur
REM Schlaf 20 bis 25 Prozent
schnelle Augenbewegungen 1 bis 4 pro Sekunde
hohe Gehirnaktivität Theta Wellen
aktive Schlafphase
stark mit Träumen verbunden
Träume aber auch außerhalb möglich
Besonderheit
ähnelt Einschlafphase
hohe Weckschwelle paradoxer Schlaf
Non REM Schlaf 75 bis 80 Prozent
EEG Schlafspindeln 12 bis 14 Hz
unterteilt in 4 Stadien
Stadium 1 Einschlafen
Übergang Wach zu Schlaf
leichte Muskelspannung
Stadium 2 Leichter Schlaf
meiste Zeit wird hier verbracht
Körperfunktionen verlangsamen sich
Puls und Atmung gleichmäßig
Temperatur sinkt
Stadium 3 und 4 Tiefschlaf Slow Wave Schlaf
sehr langsame Gehirnwellen
Muskeln entspannt
kaum Augenbewegungen
Herz Atmung Blutdruck stark reduziert
Dauer ca 10 bis 20 Minuten
Anteil 10 bis 25 Prozent des Schlafs
Stadien 1 bis 4 Non REM
REM oft als 5 Stadium
Schlafzyklen
pro Nacht ca 5 Zyklen
ein Zyklus etwa 90 Minuten
erste REM Phase nach 70 bis 90 Minuten
Verlauf der Nacht
erstes Drittel viel Tiefschlaf
zweites und drittes Drittel mehr REM Schlaf längere Phasen
Schlafprofil bei gesunden Menschen relativ stabil
Veränderungen über die Lebensspanne
Schlafrhythmus
Neugeborene
viele kurze Schlafphasen über den Tag
ab 1 Lebensjahr
Schlaf verlagert sich in die Nacht
Zusammensetzung des Schlafs
REM Schlaf
Neugeborene etwa 50 Prozent
Pubertät etwa 20 Prozent
Erwachsenenalter stabil
Non REM Schlaf
steigt wenn REM abnimmt
ab Pubertät relativ stabil
Tiefschlaf
junge Erwachsene etwa 20 Prozent
ab etwa 40 Jahren nimmt kontinuierlich ab
Folge
Schlaf im Alter störanfälliger
Kinder haben sehr tiefen Schlaf schwer zu wecken
Ergänzende Beschreibung Schlafphasen
REM Schlaf schnelle Augenbewegungen aktive Phase Theta Aktivität
Non REM Schlaf alle anderen Phasen
Non REM unterteilt in vier Stadien
Stadium 3 und 4 Tiefschlaf Slow Wave Schlaf langsame Wellen
Slow Wave Schlaf erste Nachthälfte
REM Schlaf zweite Nachthälfte
Ergänzende Entwicklung Schlaf
Neugeborene mehrere kurze Schlafphasen über den Tag
ab erstem Lebensjahr Verlagerung in die Nacht
REM Schlaf nimmt in frühen Jahren ab
Tiefschlaf nimmt ab etwa 40 Jahren kontinuierlich ab
Kernaussage
Schlaf ist ein komplexer aktiver Prozess
besteht aus strukturierten Phasen und Zyklen
verändert sich mit dem Alter
essenziell für körperliche und psychische Funktionen
3.3 Methoden der Schlafbeobachtung
Grundidee
systematische Forschung seit den 1950er Jahren
Schlaf wird mit verschiedenen Methoden und Dimensionen untersucht
3.3.1 Dimensionen der Schlafbeobachtung
Schlafquantität Menge
Gesamtschlafdauer
Dauer des Nachtschlafs
Dauer von Tagschlaf
tatsächliche Schlafdauer ohne Wachphasen
Schlafqualität
nächtliches Erwachen
Schlafeffizienz
gestörte Atmung Schnarchen Apnoe
sonstige Ereignisse Parasomnien
Schlafarchitektur
Anteil Slow Wave Schlaf
Anteil REM Schlaf
EEG Muster
Schlafregulation
Zeitpunkt Zubettgehen
Zeitpunkt Aufstehen
Verteilung Nickerchen
zirkadiane Rhythmik 24 Stunden
3.3.2 Methoden der Schlafbeobachtung
Polysomnografie Goldstandard
Durchführung im Schlaflabor oder ambulant
kontinuierliche Messung über eine Nacht
kombiniert
EEG
EOG
EMG
Atmung
Sauerstoffversorgung Oxymetrie
liefert detaillierteste Informationen
sehr teuer
EEG
misst hirnelektrische Aktivität
Kennwerte
Amplitude
Frequenz
Wellentypen
Delta 0,5 bis 3 Hz Tiefschlaf
Theta 4 bis 7 Hz Einschlafen leichter Schlaf
Alpha 8 bis 13 Hz entspannter Wachzustand
Beta 14 bis 30 Hz aktiver Wachzustand
EOG
misst Augenbewegungen
basiert auf Potenzialdifferenz Hornhaut Netzhaut
erfasst Augenposition und Bewegungen
EMG
misst Muskelaktivität
über Oberflächenelektroden
zeigt Muskelspannung und Aktivität motorischer Nervenzellen
Messorte
Wangen
Hals
Nacken
Weitere Methoden
Videosomnografie
Videoaufnahmen im Schlaf
Analyse von Schlafmustern und äußeren Einflüssen
Aktigrafie
Messung von Bewegung über längere Zeit
Gerät am Handgelenk
liefert Schlaf Wach Rhythmus und Langzeitmuster
Selbstberichte
Fragebögen und Schlaftagebücher
Einblick in Schlafrhythmus und nächtliches Erwachen
klinische Dokumentation
Kombination mit anderen Methoden erhöht Validität
standardisierte validierte Fragebögen zu Schlafmustern Problemen Verhalten
Wichtige Schlussfolgerung
jede Methode hat Vor und Nachteile
Auswahl abhängig von Forschungsfrage und Kontext
Kernaussage
Schlaf wird mehrdimensional untersucht
Polysomnografie Goldstandard
Kombination objektiver und subjektiver Daten liefert bestes Bild
3.4 Individueller Schlafrhythmus
Schlafdauer
Durchschnitt etwa 7,5 Stunden
Spannbreite 5 bis 10 Stunden
Minimum etwa 5 Stunden ausreichend für Funktion aber nicht erholt
entscheidend subjektives Gefühl
Individueller Rhythmus
jeder Mensch individuell
beeinflusst durch genetische und äußere Faktoren
Chronotypen
Eulen
spät müde
morgens länger schlafen
abends leistungsfähig
Lerchen
früh wach
morgens leistungsfähig
Forschung
Anteil extremer Chronotypen nimmt zu
Nachtmenschen häufiger
Grund weniger Tageslicht
wichtig
nur etwa 40 Prozent klar zuordenbar
viele Zwischentypen
Bestimmung Chronotyp
Schlafmitte an freien Tagen
Werte
extreme Frühaufsteher vor 2 Uhr
extreme Abendtypen nach 7 Uhr
Durchschnitt 4 bis 5 Uhr