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Der diagnostische Prozess - Coggle Diagram
Der diagnostische Prozess
Der diagnostische Prozess
Überblick der Prozessschritte
Auftragsannahme und Fragestellung
Ableitung psychologischer Fragen
Auswahl diagnostischer Instrumente
Durchführung und Auswertung
Integration der Ergebnisse
3.1 Auftragsannahme und Fragestellung
Klärung der globalen Fragestellung
Wer ist der Auftraggeber?
Welches Ziel soll erreicht werden?
Welche Rahmenbedingungen gelten?
Zeitliche Bedingungen
Rechtliche Bedingungen
Institutionelle Bedingungen
3.2 Ableitung psychologischer Fragen
Übersetzung der globalen Fragestellung in überprüfbare Teilfragen
Formulierung als Hypothesen oder Arbeitsaufträge
Eigenschaften psychologischer Fragen nach Schmidt-Atzert
Nachvollziehbare Herleitung aus der globalen Fragestellung
Begründung der Notwendigkeit auf Basis:
Wissenschaftlich gesicherter Gesetzmäßigkeiten oder Erkenntnisse
Gesicherter allgemeiner oder eigener Erfahrungen
Daran anknüpfender Tatsachen
Grundsätzliche Beantwortbarkeit mit verfügbaren diagnostischen Verfahren
Kein Vorgriff auf eine bestimmte Methode
Nicht: „Mit einem Intelligenztest soll überprüft werden …“
Verhaltensgleichung nach Westhoff und Kluck
V = f (U, O, K, E, M, S)
Verhalten ist Funktion verschiedener Einflussfaktoren
U – Umgebungsvariablen
Äußere Lebensbedingungen
Beispiel: sozioökonomischer Status, Wohnsituation
O – Organismusvariablen
Körperliche Bedingungen
Beispiel: Krankheiten, Einschränkungen, Behinderungen
K – Kognitive Variablen
Leistungsfähigkeit
Wahrnehmen, Lernen, Denken
Beispiel: Intelligenz, Konzentration
E – Emotionale Variablen
Emotionale Belastbarkeit
Resilienz
Bewältigungsstrategien
M – Motivationale Variablen
Interessen
Werte
Leistungsmotiv
S – Soziale Variablen
Soziale Intelligenz
Normen
Einfluss bedeutsamer Dritter
Beispiel: 10-jähriger Schüler mit Störverhalten
U: Belastende familiäre Umstände (Trennung, Lärm, Stress)?
O: Medizinische/neurologische Ursachen (ADHS, Hör-/Sehprobleme)?
K: Einschränkungen der Konzentrations- oder Aufmerksamkeitsleistung?
E: Emotionale Belastungen (Angst, Frustration)?
M: Mangel an Motivation oder Interesse?
S: Soziale Konflikte oder Anpassungsschwierigkeiten?
3.3 Auswahl diagnostischer Instrumente
Auswahl reliabler (zuverlässiger) Verfahren
Auswahl valider (messgenauer) Verfahren
Abwägung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses
3.3.1 Auswahlfragen
Messgegenstand: Was soll gemessen werden?
Zielgruppenorientierung: Ist das Verfahren für die Person angemessen?
Güte des Verfahrens: Ist es für die Fragestellung geeignet?
3.3.2 Testplanung
Vor Ort vs. Online-Durchführung
Einzel- vs. Gruppensetting
Paper-Pencil vs. computerbasiert
Abfolge der Verfahren
Belastbarkeit der Person berücksichtigen
Anforderungen der Verfahren beachten
Pausen einplanen
Abwechslungsreiche Gestaltung
3.4 Durchführung und Auswertung
Testbarkeit prüfen
Kann die Person psychologisch getestet werden?
Untersuchungsbedingungen
Optimale Bedingungen schaffen
Störungen vermeiden
Standardisiertes und konstantes Setting gewährleisten
Informed Consent (informierte Einwilligung)
Einwilligung nur nach umfassender Aufklärung möglich
Aufklärung umfasst
Zweck der Untersuchung
Begründung der Notwendigkeit
Vorstellung aller beteiligten Personen
Darlegung aller eingesetzten Verfahren
Dauer und Ablauf
Weiterleitung der Ergebnisse an Dritte
Schweigepflicht
Freiwilligkeit der Teilnahme
Konsequenzen einer Nichtteilnahme
Wirkung:
Steigerung der wahrgenommenen Fairness
Reduktion von Testangst
Administration computerbasierter Verfahren (nach Goldhammer & Kröhne)
Aktivitätsauswahl
Itemauswahl
Bearbeitungsreihenfolge
Präsentation der Items
Art der Aufgabenpräsentation (online/offline)
Evidenzidentifikation
Antwortverarbeitung
Evidenzakkumulation
Skalenbildung
Auswertung
Revolution durch computerbasierte Testverfahren
Mehr Datenerhebung
Präzisere Analysen
Prozessdaten
Detaillierte Einblicke ins Bearbeitungsverhalten
Automatisch aufgezeichnete Logfile-Daten
Erfassung indirekter kognitiver Prozesse
Aufdeckung von Verzerrungen
Ergebnisrückmeldung
Summative Rückmeldung
Am Ende des Testprozesses
Beurteilung der Leistung
Formative Rückmeldung
Während des Testprozesses
Unterstützung und Weiterentwicklung
3.5 Integration der Ergebnisse
Zusammenführung aller relevanten Ergebnisse
Anwendung eines vorab festgelegten Urteilsmodells
Nutzung ausgewählter Entscheidungsstrategien
Beantwortung aller psychologischen Teilfragen
Vollständige Beantwortung der globalen Fragestellung
Bei uneindeutigen Ergebnissen:
Weitere Datenerhebung notwendig