Please enable JavaScript.
Coggle requires JavaScript to display documents.
E-Procurement - Coggle Diagram
E-Procurement
Grundlagen
Was ist E-Procurement?
elektronische Abwicklung von Beschaffungsprozessen
Warum E-Procurement?
verschärfter Wettbewerb (national & International)
Produkte sollen zu akzeptablen, also geringen Preisen angeboten werden
Ziel von E-Procurement: Senkung der Kosten (Einstandspreise & Prozesskosten)
Eignet sich besonders für:
indirekte Güter: Büromaterial, Büromöbel, Telekommunikationsprodukte, Arbeitskleidung, EDV-Zubehör
werden als MRO-Güter bezeichnet: Maintence, Repair & Operations = Instandshaltungs-, Reparatur- und operativer Bedarf
produktbezogene C-Güter: z.B. Schrauben und Muttern
werden oft bei verschiedenen Lieferanten ohne Volumenverträge beschafft -> E-Procurement = kostengünstige Variante, um Beschaffung zu automatisieren
Nutzen des elektronischen Marktes
große Anzahl von Lieferanten (auch global)
Auswahl der Favoriten
Senkung der Einstandspreise
Transparenz der Anbieter auf dem Markt
Preise können einfacher verglichen werden
Erhöht Wettbewerbsdruck für Anbieter
Senkung der Bezugskosten
Zeitliche und örtliche Vorteile fallen nicht mehr ins Gewicht
Elektronische Märkte sind 24h / 7 Tage die Woche geöffnet
Auch ausländische Anbieter können am Markt teilnehmen
Einstandspreise sinken
Ort der Zusammenkunft im virtuellen Raum (Website)
Vielzahl von Anbietern und Nachfragern
unterscheidet sich von elektronischen Branchenverzeichnissen, da der Abschluss von Kaufverträgen möglich ist
man kauft Produkte nicht beim Betreiber, sondern direkt beim Hersteller (Unterschied zu Online-Kaufhäusern)
3 Varianten von elektronischen Marktplätzen
katalogbasierte Marktplätze
Kataloge von verschiedenen Herstellern
kann unabhängig nach Herstellern den ganzen Markt absuchen
einfachere Handhabung: keine Einzelkataloge
Marktplatzbetreiber übernimmt komplette Logistik
erstellt Sammelrechnungen auch bei verschiedenen Herstellern
ausschreibungsbasierte Marktplätze
auktionsbasierte Marktplätze
Einkäufer können detailliert nach Ware suchen
Gesuche können automatisch an Lieferanten aus Pool weitergeleitet werden
Einkäufer können Lieferanten selektiv zur Angebotsabgabe auffordern
Existiert kein Pool übernehmen Marktplatzbetreibern die Recherche nach geeigneten Lieferanten und bahnen Angebotsabgabe an
klassische Auktion
Höchster Bieter erhält den Zuschlag
Auktionator bestimmt Mindestgebot, Mindestschritte & Endzeitpunkt der Auktion
umgekehrte Auktion
Käufer gibt Bedarf an Waren oder Dienstleistungen ab
Anbieter geben ihre Gebote ab, der günstigste erhält den Zuschlag
besonders im B2B-Bereich
Überprüfung der teilnehmenden Unternehmen vor Markteintritt
Maßnahmen
ausführlicher Registrierungsfragebogen
Anforderungen von Kreditwürdigkeitsdaten
Einreichen von Bankbestätigungen
Firmenbesichtigung
Schnittstellen für betriebliche ERP-Systeme
Parteien arbeiten enger zusammen
Geschäftsaktivitäten wirken sich ohne Umwege im ERP des Unternehmens aus
keine Übertragung notwendig
Prozesskosten sinken
Ohne E-Procurement
konventioneller Beschaffungsprozess
Beispiel: Neues Smartphone für Mitarbeiter 1. Genehmigung des Abteilungsleiters
Bedarfsmeldung geht an den EInkauf
Einkauf sucht Lieferanten (Kataloge, Preislisten)
Bestellung geht zum Lieferanten (E-Mail / Brief)
Bestellung geht an Lieferant und System
Lieferung mit Lieferschein
Rechnung erstellt, Kunden zugesandt
Kontrolle der Rechnung, Überweisung, Ablegen
Probleme
durchschnittliche Zeit von Bedarfsermittlung bis Bestellung: 9 Tage
Durchschnittliche Zeit von Bedarfsermittlung bis Rechnungsprüfung: 16 Tage
Hohe Kosten für Beschaffungsprozess: über 100,00€ pro Prozess
keine Volumenverträge mit Lieferanten
30% der Produkte werden so bezogen
16% höhere Kosten
Beschaffung ohne Beteiligung des Einkaufs
Maverick-Purchasing
führt zu 30% höheren Einstandspreisen
Gefahr von Qualitätseinbußen
Führt zu erhöhtem Arbeitsaufwand für Einkauf
Nachteile des E-Procurement
Kosten
selten kostenlos, da Betreiber des Marktes sich durch Gebühren finanzieren muss (Betreiber meist selbst nicht Käufer, Verkäufer oder Vermittler)
feste Grundgebühren pro Monat oder Quartal
Eine Art Mitgliedsbeitrag
untere Grenze liegt bei 50,00€ pro Jahr
obere Grenze bei ca. 7.500,00€ pro Jahr
meistens zeitlich begrenzte Testphase
Aktionsgebühren
fallen an, wenn Auktion eröffnet wird oder Verkäufer darauf bieten möchte
funktioniert automatisch = Gebühren liegen im ein- bis zweistelligen Bereich
verbirgt sich eigentliche Leistung des Marktplatzes = teurer
umgekehrte Auktion: Hauptleistung des Marktplatzes besteht darin, Auktionen herbeizuführen und Teilnehmer zu informieren
erfolgsabhängige Provisionen (unterschiedlich von Branche zu Branche)
entstehen, wenn tatsächlich ein Geschäft zustande kommt
beziehen sich auf Höhe des Auftragsvolumens
Verkäufer muss die Gebühren meistens errichten
Beispiele:
Stahlkapazitäten: 0,3-0,7%
Gebrauchtmaschinen: 5-6%
FAZIT DER KOSTEN
Einsatz von E-Procurement: Einsparung von 10-30% der Prozesskosten
Einsatz von E-Procurement: Einsparung von 2-5% der Einstandspreise
Einsparungen hängen stark vom bisherigen Beschaffungsprozesses ohne E-Procurement ab