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Individualdiagnostik – Teil 2 - Coggle Diagram
Individualdiagnostik – Teil 2
Interviews & Gespräche
Bedeutung
ca. 50 % diagnostischer Verfahren = Interviews
hohe Flexibilität
Beziehungsaufbau
fast immer Start mit Anamnese
Begriffsabgrenzung
Interview
zielgerichtete Informationssammlung
dyadische Interaktion
entscheidungsorientiert
Psychologisches Gespräch
interventionsorientiert
Beratung / Coaching / Therapie
Exploration
Informationsgewinn bei wenig bekannter Person
Tiefeninterview
unbewusste Motive aufdecken
Längsschnittinterview
Baseline + Follow-Ups
Diagnostische Situation
Asymmetrie (ungleiche Rollen)
gegenseitige Beobachtung
Vertraulichkeit
externe Einflussfaktoren
Setting
Kultur
Normen
Vorurteile
Strukturierungsgrad
unstrukturiert
teilstrukturiert
strukturiert (höchste Objektivität)
Leitfadenkonstruktion
Einführung
biografische Fragen
Fachfragen
situative Fragen
Zusammenfassung
Transparenz & Vergleichbarkeit
Auswertung
Dokumentation (Protokoll, Audio, Video)
quantitative Inhaltsanalyse (Kategorien zählen)
qualitative Inhaltsanalyse (Mayring)
zusammenfassend
explizierend
strukturierend
Fragebogen
Definition
verbale Selbstberichte auf vorgegebene Items
Skalenwerte statt Einzelantworten
Datentypen (Cattell)
Q-Daten (Selbstbericht)
L-Daten (Alltag)
T-Daten (Testlabor)
Testtheoretische Grundlage
Klassische Testtheorie (X = T + E)
Probabilistische Testtheorie (IRT)
Antwortformate
dichotom
Likert-Skalen
Forced choice
selten offene Fragen
Probleme
soziale Erwünschtheit
Akquieszenz
Zustimmungstendenz
Sprachkomplexität
Reversibilität
Persönlichkeitstests
3.1 Objektive Persönlichkeitstests
messen Verhalten statt Selbstauskunft
Erhebungs-, Auswertungs-, Erfassungsobjektivität
weniger manipulierbar
3.2 Multidimensionale Tests
Cattell (16PF)
Trait-Konzept
Kritik:
Replikationsprobleme
hohe Komplexität
Beispiel:
MMPI-2
klinische Basisskalen
Inhaltskategorien
hohe Reliabilität
3.3 Projektive Verfahren
Grundidee: Projektion innerer Motive
Beispiele:
TAT
Rorschach
Baum-Test
Familie-in-Tieren
Vorteile:
Zugang zu unbewussten Inhalten
Nachteile:
geringe Objektivität
eingeschränkte Validität
Spezifische Persönlichkeitseigenschaften
Selbstkonzept & Selbstwert
kognitiv
affektiv
evaluativ
Instrumente:
SEKJ
MSWS
Angst
Trait vs. State (Spielberger)
STAI
WAI
CSAI-2
Aggressivität
Aggressivität (Trait)
Aggression (Handlung)
Gewalt (extreme Form)
Theorien:
Triebtheorie
Frustrations-Aggressions-Hypothese
Lerntheorien
Tests:
K-FAF
FAF
Einstellungen
Definition
gelernte, stabile Bewertungen
beeinflussen Denken, Fühlen, Verhalten
Dreikomponenten-Modell
affektiv
kognitiv
konativ
Explizite Messung
Likert-Skalen
semantisches Differential
Thurstone-Skala
Beispiel:
Berner Verbitterungs-Inventar (BVI)
FEO (Organisationsklima)
IBES (berufsbezogene Einstellungen)
Implizite Messung
Impliziter Assoziationstest (IAT)
Reaktionszeitbasiert
misst automatische Assoziationen
Dokumentation & Einzelfallauswertung
Dokumentationspflicht
BDP / DGPs
DIN 33430
PsychThG
Datenschutz & Archivierung
Einzelfallauswertung
Klassische Testtheorie
X = T + E
Reliabilität
Standardmessfehler
Konfidenzintervall
Normwerte:
z-Wert
T-Wert
Stanine
Prozentrang
Testprofile
grafische Darstellung von Subskalen
Stärken-Schwächen-Analyse
Gutachtenerstellung
Definition
zweckgebunden
entscheidungsrelevant
ethisch sensibel
Qualitätskriterien
Validität
Kommunizierbarkeit
Standardisierung
Individualität
Vollständigkeit
integrierte Betrachtung
Struktur
Fragestellung
Methoden
Ergebnisse
Interpretation
Beantwortung der Frage
Methodenauswahl
reliabel
valide
normiert
passend zur Fragestellung
Verzerrungen
Simulation
soziale Erwünschtheit
Self-deceptive enhancement
Zustimmungstendenz
Gegenmaßnahmen
Lügenskalen
Kontrollskalen
Mehrmethodenansatz
Interviews + Beobachtung
psychophysiologische Messungen
KERNAUSSAGE
Individualdiagnostik Teil 2 umfasst:
Interviews
Fragebögen
Persönlichkeitstests
Einstellungsmessung
Einzelfallauswertung
Gutachtenerstellung
Gute Diagnostik erfordert:
methodische Qualität
Verzerrungskontrolle
Kontextbezug
ethische Absicherung
klare, nachvollziehbare Dokumentation.