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Speicherungs- und Abrufprozesse des Langzeitgedächtnisses - Coggle Diagram
Speicherungs- und Abrufprozesse des Langzeitgedächtnisses
Grundidee
Fehlende Erinnerung bedeutet nicht zwingend Verlust
Problem liegt häufig beim Abruf
Gedächtnisinhalte können vorhanden, aber nicht zugänglich sein
Rehearsal, Häufigkeit und Übung
Rehearsal
Aktives Wiederholen
hält Inhalte im Kurzzeitgedächtnis aktiv
Voraussetzung für Transfer ins Langzeitgedächtnis
Wiederholungshäufigkeit
Mehr Wiederholungen erhöhen Wahrscheinlichkeit des Transfers
Festigung der Gedächtnisspur
Verteiltes Üben
Encodierung über längere Zeiträume verteilen
Effektiver als massiertes Üben
Führt zu stabilerer Langzeitspeicherung
Kontexteffekt (Kontextabhängigkeit)
Encodierspezifität
Mit Informationen wird auch Kontext gespeichert
Kontext dient als Abrufhinweis
Ähnlichkeit von Lern- und Abrufkontext
Je größer die Übereinstimmung
Desto bessere Erinnerung
Experiment von Gooden und Baddeley (1975)
Wörterlisten an Land und unter Wasser gelernt
Abrufleistung ca. 50 % höher
Wenn Lern- und Abrufkontext identisch waren
Kontextschock
Starke Veränderung des Kontexts erschwert Abruf
Kontext umfasst nicht nur Umgebung
Auch emotionale Zustände
Auch Sinneseindrücke
Stimmungskongruenz
Erinnerungen werden leichter abgerufen
Wenn emotionale Stimmung übereinstimmt
Selbstreferenzeffekt
Informationen werden besser behalten
Wenn sie auf die eigene Person bezogen sind
Verknüpfung mit eigenen Erfahrungen
Führt zu tieferer Verarbeitung
Blitzlichterinnerungen (Flashbulb Memories)
Sehr emotionale Ereignisse
Lebhafte und detailreiche Erinnerungen
Subjektiv sehr sicher erlebt
Emotion verstärkt Encodierung
Verarbeitungstiefe und elaboriertes Verarbeiten
Theorie von
Craik und Lockhart
(1972)
Levels-of-Processing-Theorie
Grundannahme
Eine Gedächtnisspeicherung
Unterschiedliche Verarbeitungsebenen
Verarbeitungsebenen
Oberflächlich
Visuelle Merkmale
Akustische Merkmale
Tief
Semantische Verarbeitung
Bedeutungsanalyse
Elaboration
Verknüpfung mit Vorwissen
Zentrale Aussage
Je tiefer die Verarbeitung,
desto besser der spätere Abruf
Begründung
Tiefe Verarbeitung entspricht späteren Abrufprozessen
Semantische Verarbeitung erleichtert Retrieval (= Abruf)
Kritik
Schwierig vorherzusagen welche Aufgabe
wirklich tiefe Verarbeitung erzeugt