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Allgemeine Methoden und Ansätze der Gedächtnisforschung - Coggle Diagram
Allgemeine Methoden und Ansätze der Gedächtnisforschung
Anfänge der Gedächtnisforschung
Bedingungen des Erinnerns
Ähnlichkeit zwischen Inhalten
Räumlich-zeitliche Verbindungen
Gegensätzlichkeit von Inhalten
Assoziationstheorie (Locke)
Inhalte rufen sich gegenseitig ins Gedächtnis
Hermann Ebbinghaus
Begründer der experimentellen Gedächtnispsychologie
Ziel: reiner Lernprozess ohne Sinnzusammenhänge
Lernmaterial
Sinnlose Silben
Ausschluss von inhaltlichen Assoziationen (Störfaktoren)
Vorgehen
Listen auswendig lernen
Wiederholen bis korrekte Reihenfolge
Anzahl der Wiederholungen messen
Erneutes Lernen derselben Listen
Weniger Wiederholungen nötig als beim ersten Lernen
Vergessenskurve
Behaltensleistung sinkt zuerst stark
Pendelt sich auf bestimmtem Niveau ein
Danach langsamer weiterer Abfall
Moderne Gedächtnisforschung
Gedächtnis als aktiver Prozess
Strukturbildung im Gedächtnis
Aktive Analyse von Informationen
Methoden und Begriffe der Gedächtnisforschung
Untersuchung gesunder Personen
Bearbeitung verschiedener Gedächtnisaufgaben
Einsatz von verbalem Material
Psychologie des verbalen Lernens
Untersuchung erkrankter Personen
Fokale neurologische Läsionen (Hirnverletzungen)
Zuordnung von Hirnregionen zu Gedächtnisleistungen
Gedächtnismessung
Direkte Gedächtnistests
Testperson weiß von Gedächtnisprüfung
Indirekte Gedächtnistests
Testperson kennt Untersuchungsziel nicht
Abruf und Wiedererkennen
Abruf (Recall)
Freie Reproduktion von Inhalten
Wiedererkennen (Recognition)
Identifikation gelernter Inhalte
Wiedererkennen ist leichter als freier Abruf
Abruf (Recall)
Freier Abruf (Free Recall)
Freie Wiedergabe gelernter Inhalte
Serieller Positionseffekt
Position eines Wortes beeinflusst Erinnerungsleistung
Erste und letzte Wörter besser erinnert
Primacy-Effekt
Frühe Wörter werden häufiger wiederholt
Übergang ins Langzeitgedächtnis
Recency-Effekt
Letzte Wörter noch im Kurzzeitgedächtnis
Serielle Positionskurve
Höchste Wiedergabewahrscheinlichkeit am Anfang und Ende der Wortlisten
Serieller Abruf (Serial Recall)
Wiedergabe in richtiger Reihenfolge
Paar-Assoziations-Lernen
Lernen von Itempaaren
Erstes Item wird genannt → zweites Item soll verfollständigt werden
Abruf mit Hinweisreizen (Cued Recall)
Erinnerungshilfen werden gegeben
Phonematische Hinweise
Anfangsbuchstabe
Semantische Hinweise
Bedeutungskategorie (z.B. Musikinstrument)
Wiedererkennen (Recognition)
Allgemein
Identifikation gelernter Inhalte
Targets (zuvor gelernte Wörter) und Distraktoren (neue Wörter) werden dargeboten
--> zuvor gelernte Wörter sollen wiedererkannt werden
Ja-Nein-Rekognition
Einzelne Items werden präsentiert
Entscheidung: „gehört dazu“ oder „gehört nicht dazu“
Erzwungene Wahlaufgabe (Forced Choice)
Mehrere Items gleichzeitig
gelernte Items + Distraktor
Auswahl an zuvor gelernten Items treffen
Differenzierung von Lernmaterial
Interferenz
Lerninhalte behindern sich gegenseitig
Beeinträchtigung von Erwerb oder Abruf von Informationen
Retroaktive Interferenz
Neues Wissen stört altes Wissen
Merksatz: Retro = rückwärts --> Neues wirkt auf Altes zurück
Beispiel
Neue PIN verdrängt alte PIN
Experimentell
Zweite Liste stört Erinnerung an erste Liste
Proaktive Interferenz
Altes Wissen stört neues Lernen
Merksatz: Pro = vorher --> früheres Wissen stört späteres
Beispiel
Alte PIN drängt sich vor neue PIN
Einfluss früher gelernter Inhalte auf spätere
PIN-Beispiel
Alte PIN erinnert statt neue → proaktive Interferenz
Neue PIN erinnert statt alte → retroaktive Interferenz