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Erziehung und Bildung jenseits von Schule - Coggle Diagram
Erziehung und Bildung jenseits von Schule
Bildungsorte und Lernwelten
Formen von Bildung
Formale Bildung = geplante, kontinuierliche […] (insbesondere in Schule)
Informelle Bildung = alle Formen kultureller (Bildungs-)Praktiken außerhalb unterrichtlich organisierter und gezielter Bildungsveranstaltungen, meist interessengesteuert (Familie, Mediennutzung, Freizeitaktivitäten, Peers)
non-formale Bildung = Formen organisierter Bildung mit Freiwilligkeits- und Angebotscharakter bzw. einem geringeren Grad an Formalisierung als schulische Bildung (z.B. Musikschulen, Nachhilfeeinrichtungen oder Kindertageseinrichtungen)
Bildungsorte
lokalisierbare, abgrenzbare und einigermaßen stabile Angebotsstrukturen mit einem expliziten oder zumindest impliziten Bildungsauftrag handelt (formal und non-formal)
Bildungsorte im Kindergartenalter, Beispiel
Selbstregulation als entwicklungsnotenwendige Aufgabe
Frühe verlässliche Bildungsbeziehung
Bildungsorte im Schulalter, Beispiel
Familie als basale Bildungswelt
Lernwelten
nicht an einen geografischen Ort gebunden, sind zeit-räumlich nicht eingrenzbar, weisen einen deutlich geringeren Grad an Standardisierung auf und haben auch keinen Bildungsauftrag (informell)
Vor- und außerschulische pädagogische Institutionen
Außerschulische Institutionen
Einrichtungen der Erwachsenenbildung
allgemeine und kulturelle Weiterbildung (z. B. Volkshochschulen)
berufliche Weiterbildung (z. B. in Betrieben)
Sozialpädagogische Einrichtungen
Teil des institutionalisierten Lebenslaufes in Kindheit und Jugend
Orte wichtiger biografischer Prozesse
z. B. familienbezogene soziale Dienste
Rechtsgrundlagen (Beispiel NRW)
1991: Kinder- und Jugendhilfegesetz
2005: Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz
2012: Bundeskinderschutzgesetz / Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz
2021: Kinder- und Jugendstärkungsgesetz
2022: Landeskinderschutzgesetz NRW
Kinder- und Jugendhilfe
Grundverständnis
Jugend als eigenständige Lebensphase zwischen Kindheit und Erwachsenenalter
Kinder- und Jugendarbeit
öffentliche und freie Träger
freiwillig Engagierte, auch Jugendliche selbst
Bedeutung und Reichweite
ca. 7,6 Millionen Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren Mitglied in einem Sportverein (2023)
Kindeswohlgefährdung
Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
Einschätzung des Gefährdungsrisikos im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte
Angebot geeigneter Hilfen zur Abwendung der Gefährdung
Anzeichen von Kindeswohlgefährdung
körperliche Anzeichen
psychische Anzeichen (z. B. Selbstunsicherheit, distanzloses Verhalten)
kognitive Anzeichen (z. B. Konzentrationsschwierigkeiten)
Ganztagsschulen
Ziel
Verringerung sozialer Ungleichheit
Erhöhung von Chancengleichheit
gemeinsames Lernen
Rechtsanspruch
ab 2026 für Erstklässler
ab 2029 für alle Grundschulkinder
Spannungsverhältnisse
Schule spricht Jugendliche primär als Schüler an
soziale Ungleichheit wird nicht automatisch abgebaut
Erkennbare Wirkungen
soziale Kompetenzen
Selbstwirksamkeit
Entlastung der Eltern
verbessertes Schulklima