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Entwicklungslogische Didaktik (Feuser) - Coggle Diagram
Entwicklungslogische Didaktik (Feuser)
Begriffsklärung
synthetischer Begriff
beschreibt didaktisches Fundament der Allg. Pädagogik
Ist im Kontext integrativer/inklusiver Pädagogik entstanden
Problemlage in vorhandenen Bildungssystemen
Starke Selektion nach Leistungsnormen führen zu Ausschluss und Segregation
Behinderung häufig als individuelles Defizit verstanden (Defizitorientiert)
Homogene Gruppen gelten fälschlicherweise als lernwirksamer wie heterogene
Die System reproduzieren Ungleichheit und "Be-Hinderung"
Leitprinzipien
Kooperation
Reziproke Kommunikation und gemeinsames Handeln
Kooperation schafft für alle den Zugang zur "nächsten Zone der Entwicklung" (Vygotsky)
Gemeinsamer Gegenstand
Alle arbeiten (innen differenziert) am gleichen Gegenstand
Dieser Gegenstand hat mehrere erkenntnisrelevante Dimensionen
Innere Differenzierung
Orientierung anhand von individuellen Entwicklungsniveaus - nicht am Unterrichtsstoff
Abgegrenzt von äußere Differenzierung (hierarchische Schulsysteme, Sonderschulen)
Individualisierung
Der Entwicklungsstand und die Biografie gibt Aufschluss über individuelle Lernwege
Nur eine innere Differenzierung ermöglicht die Umsetzung echter Inklusion
Dreidimensionale Struktur
Tätigkeitsstrukturanalyse (Leont`ve, Vygotsky, Piaget)
Entwicklungsstufen menschlicher Tätigkeit
Lernen passiert durch Tätigkeit, nicht Stoffvermittlung
Handlungsstrukturanalyse (Glaperin)
Orienitierungsgrundlage
Materialistische Handlung
Lautsprachliche Handlung
Äußere Sprache
Innere Sprache
Denken
Auf jeder Stufe die Parameter: Entfaltung; Verallgemeinerung; Beherrschung; Verkürzung;
Sachstrukturanalyse
Stoff wird zergliedert in Teilschritte
Zone der nächsten Entwicklung wird nicht erreicht > kein tiergehendes Begreifen möglich
Zielperspektive
Bildung für alle im Sinne einer Allgemeinbildung
Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Solidarität fördern
Abbau selektiver Strukturen
Kooperatives Lernen als Grundbedingung einer Gesellschaft
Untergeordnete Menschenbild
Mensch als eine integrierte Einheit aus biologische, psychologischen und sozialen Systemen
Persönlichkeitsentwicklung passiert durch und in Kooperation
"Der Mensch erschließt sich die Dinge durch den Menschen und sich den Menschen über Dinge"
Konsequenzen für Unterricht und Inklusion
Lernen ist Erkenntnisgewinn, nicht Stoffabfrage
Der Unterricht soll Entwicklung vorauslaufen
Kooperatives Arbeiten öffnet die Zone der nächsten Entwicklung für alle
Unterschiedliche Entwicklungsniveaus sind Bedingung von Lernen - keine Defizite
Keine separaten Curricula - sondern innere Differnzierung