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HTA 16 - Organ- Immunsystem - Coggle Diagram
HTA 16 - Organ- Immunsystem
Der Atmungsapparat
Atemweg im Ruhezustand: Nasenlöcher, Nasennebenhöhlen, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre, Lunge
Schnüffeln
Unterbrechung des normalen Atemrhythmus; bis zu 300x / Minute jeweils nur wenig Luft
eingeschnüffelte Luft gelangt durch die Nasenmuscheln ins Siebbeinfach (dort geben Sinneszellen die Geruchsinformationen ans Gehirn weiter)
Nase
Strukturen: innere Oberfläche ist durch knöcherne Nasenmuscheln in oberen, mittleren und unteren Nasengang unterteilt; knöcherne Lamellen mit Riechschleimhaut überzogen um eingeatmete Luft zu befeuchten und so Geruchsmoleküle zu binden
Riechhirn beim Hund sehr groß ausgeprägt
Zwerchfell
grenzt Brust- und Bauchhöhlenorgane voneinander ab; größter Atemmuskel; costoabdominaler Atemtyp (Atembewegungen sowohl im Brustkorb als auch im Bauchraum)
Thermoregulation durch Hecheln (Konkurrenz Hecheln-Schnüffeln)
Trainingsrelevanz: "Unsichtbare" Ablenkungen während Training möglich (Unterschiedlichkeit im Geruchserleben führt zu häufigen Hund-Mensch- Missverständnissen)
Der Harnapparat
Nieren
Hauptaufgabe: Herstellung und Absonderung des Harns; Ausscheidung sogenannter harnpflichtiger Stoffwechselprodukte
Nieren zählen mit Darm und Haut zu den Ausscheidungsorganen
Nach dem ersten Filterungsschritt werden aus dem sogenannten Primärharn wertvolle Stoffe (Wasser, Elektrolyte, Glukose und Aminosäuren) zurückgewonnen und so von den Stoffwechselend- und Abfallprodukten getrennt werden.
Nierenfunktion: Entgiftung durch Filterung harnpflichtiger Stoffe, Bereitstellung des Ausscheidungsprodukts Urin, Regulation des Wasserhaushaltes und Blutdrucks sowie des Säure-Basen-Haushaltes, Beteiligung an der Blutbildung durch die Herstellung und Abgabe des Hormons Erytropoetin ins Blut
paarartige Organe in der Bauchhöhle; nah an der dorsalen Bauchhöhlenwand beidseits der Wirbelsäule, zwischen dem hinteren, rippengestützten Teil der Brusthöhle und der vorderen Lendenregion (individuelle Unterschiede möglich)
Die Stoffwechselend- und Abfallprodukte gelangen nach erfolgter Konzentration als Sekundärharn oder auch Endharn ins Nierenbecken, von wo aus er über den Harnleiter (elastischer Transportschlauch) zur Harnblase gelangt.
Trainingsrelevanz: Hund der ständig Harn "tröpfelt" ist nicht gesund
Harnblase: Hohlorgan mit stark dehnbarer Wand; Speicherung und Ausscheidung des Urins (über Harnröhre)
Hündinnen haben eine wesentlich kürzere Harnröhre als Rüden
Trainingsrelevanz: junge Hündinnen verlieren anatomisch bedingt bei Stress/ Aufregung schneller mal ein wenig Urin
Harnabsatz: willentlich (Versäuberung, Markieren) + unwillkürlich (Angst, Überfüllung)
Informationen durch Erschnüffeln von Urin: Alter, Geschlechtsstatus, Zyklusstand, Kastriert?", Gesund?!,...
Substanzen im Urin: Hormone, Duftstoffe, wasserlösliche Vitamine, Nitrat, geringe Mengen Bilirubin und Urobilirubin
Bei kranken Hunden: z.B. rote und weiße Blutkörperchen, Hämoglobin, Eiweiß, Blutzucker, Nitrit, Keton, Bakterien
Trainingsrelevanz: Hunden mehrmals täglich die Möglichkeit geben sich zu versäubern. Kann unter Signal gestellt werden (klassische Konditionierung).
Das Herz-Kreislaufsystem
zentrale Aufgabe: fortwährender Bluttransport (44-63% Blutplasma, 37-55% zelluläre Bestandteile = Hämatokrit)
rote Blutkörperchen: Sauerstofftransport; weiße Blutkörperchen: Immunreaktion; Blutplättchen: Blutgerinnung
Herzmuskel: vier Kammern
Venen: Gefäße die dem Herzen Blut zuführen
Arterien: Gefäße die vom Herzen weg führen
Von rechter Herzseite gelangt sauerstoffarmes Blut in die Lungen, dort wird es mit Sauerstoff angereichert und gibt Kohlendioxid ab. Von den Lungen aus gelangt das Blut in den linken Vorhof und dann in die linke Herzkammer. Von dort aus in den restlichen Körper.
Trainingsrelevanz: ausreichende und kontinuierliche Sauerstoffversorgung ist für die allgemeine Gesunderhaltung und die Leistungsfähigkeit des Körpers in jedem beliebigen Moment essenziell.
Bsp.: spielt Welpe nur kurze Zeit und braucht dann Pausen?
Herzwürmer?
Herzfrequenz: Variiert auch in Ruhe je nach Rasse und Größe des Hundes. Im Mittel zwischen 60 (bei großen und körperlich gut trainierten Hunden) und 120 Herzschlägen pro Min (bei kleinen, jungen und körperlich wenig trainierten Hunden).
Das lymphatisches System
Aufgabe: Für Immunantwort und -abwehr zuständig: Bildung und Ausdifferenzierung von Lymphozyten
Im Lymphgefäßsystem wird die Lymphe gebildet (= die sich zwischen den Zellen befindliche Gewebeflüssigkeit, durch die die Zellen mit Vitaminen und an der Leber vorbei transportierten Fetten und anderen Nährstoffen versorgt werden).
Abbauprodukte und Fremdstoffe wie Krankheitserreger werden durch die Lymphe abtransportiert. Der Lymphkreislauf ist das Drainagensystem des Blutkreislaufs. In den Lymphknoten wird die Lymphe gefiltert und so wieder von Schadstoffen und Erregern befreit.
Thymus: Immunorgan, im Brustkorb nahe des Herzens; wichtige Rolle im bei Jungtieren; Rückbildung ab Welpenalter; Ersatz durch Fettgewebe
Milz
In der Bauchhöhle, liegt auf der linken Körperhälfte dem Magen an.
Innen gelegene weiße Milzpula besteht aus Lymphfollikeln.
Hier werden Immunzellen gebildet und ausdifferenziert. Die äußere rote Milzpula dient dem Hund als Blutspeicher (bei Bedarf große Mengen Blut freisetzbar).
Knochenmark
Wichtiger Ort der Blutbildung (Bildung von Immunzellen sowie roter Blutkörperchen und Blutplättchen.
Das Immunsystem
Schutz- und Abwehrsystem des Körpers (Organismus soll vor Gewebeschädigungen und Krankheitserregern geschützt werden)
Mechanische Barriere, lymphatisches System, spezielle Proteine, psychische Immunfaktoren
Immunstatus Hund: variabel
Psychische Immunfaktoren: positive Gefühle sowie Wohlbefinden bewirken Stärkung des Immunsystems; häufiges Erleben von Stress und Angst schädigt Immunsystem nachhaltig
Antikörper (werden bei Antigenkontakt gebildet) spielen große Rolle bei Immunantwort
maternale Antikörper
Welpen bei Geburt "immuninkompetent" (Übertrag von mütterlichen Antikörpern über Plazenta sehr gering)
Versorgung mit mütterlichen Antikörpern durch Kolostrum (idealerweise binnen 16 Stunden nach Geburt)
passive Immunität
maternale Antikörper werden mit der Zeit durch das Heranreifen des eigenen Immunsystems zerstört.
Immunologische Lücke
Umso mehr maternale Antikörper, desto später sollte geimpft werden, weil der Impfstoff sonst nicht greift. Und umgekehrt.
Trainingsrelevanz: Hund der nicht gesund fit erscheint: Ab zum Tierarzt! Krankheit = Stressor bzw Training kann den Körper zusätzlich belasten.
Trainingsrelevanz Psychische Immunfaktoren: Gefährdungslage berücksichtigen, wenn viele Hunde zusammen kommen (v.a. bei generell hohem Infektionsdruck)
Das Nervensystem
Ist den anderen Organsystemen funktionell übergeordnet
Überwacht und reguliert Organtätigkeit
Wechselbeziehung mit endokrinen System (Hormonsystem)
Morphologische Einteilung
PNS: Gesamtheit peripherer Nerven, die vom ZNS und VNS abgehen (ausführende Nervenbahnen)
ZNS: Gehirn + Rückenmark
Funktionelle Einteilung
VNS (vegetatives Nervensystem): zuständig für Eingeweide und Drüsen, Regulation von unbewussten Organfunktionen (Sympathikus und Parasympathikus, intramurales System)
SNS (somatisches Nervensystem): zuständig für die Haut und den Bewegungsapparat
Informationsübertragung
Gehirn
Großhirn
Cerebrale Hemisphären: sensorisch, motorisch, assoziativ
Diencephalon = Zwischenhirn (Thalamus + Hypothalamus)
Kleinhirn
Balance und Bewegungskoordination, unbewusstes Abspulen von Bewegungsprogrammen
Stammhirn
Kontrolle von: Atmung, Blutdruck, Herzschlagfrequenz, Reflexen, Erbrechen
Zuständig für sensorische Eingänge aus dem Kopfbereich und das Schmerzempfinden
Rückenmark
Trainingsrelevanz: Um optimale Trainingserfolge zu erzielen, ist eine allumfassende Gehirngesundheit essenziell. Abweichungen auf die geachtet werden sollte: Störungen im Wach-Schlaf-Rhythmus, Lerneinschränkungen, unkoordiniertes Verhalten, bizarres Verhalten
Neurotransmitter: Botenstoffe die in der Nerv- / Informationsweiterleitung entweder zu einer stärkeren Erregung von dieser Information führen oder zu einer Hemmung.
Trainingsrelevanz: Störungen im Neurotransmitterhaushalt haben Auswirkungen auf das Verhalten. Bei Verhaltensauffälligkeiten also auch an die ganz kleinen Bausteine denken.
Acetylcholin, Dopamin, GABA, Glutamat, Noradrenalin, Serotonin