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HTA 14 - Bewegungsapparat - Coggle Diagram
HTA 14 - Bewegungsapparat
Definition Gesundheit: Gesundheit ist der Zustand des vollkommenen physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen!
Gesundheitszustand hat direkte Auswirkungen auf das Verhalten des Hundes (Bauweise: ggf. Einschränkungen für bestimmte Leistungen; Psyche: Emotionen, die über den Trainingsansatz beeinflusst werden können; Sozial: Haltungsbedingungen)
Das "Gebäude"
Große Unterschiede bei den Rassen
Passiver Bewegungsapparat (Stützsystem des Körpers) = Knochen, Knorpel, Gelenke, Bandscheiben und Bänder
Knochen
idR durch Gelenke miteinander verbunden (außer Sesambeine, Vordergliedmaßen, Zungenbeinapparat)
Hunde nicht unter den Achseln hochheben. Das bereitet ihnen Schmerzen.
Anzahl der Gesamtknochen unterschiedlich (Anzahl Schwanzwirbel und Penisknochen bei Rüden).
Funktion: Inneres Stützsystem, Ansatzpunkt für die Muskulatur, Schutz bestimmter Organe (Schädel für Gehirn, Brustkorb für Herz, Lunge etc.), Ort der Blutbildung, Beteiligung am Mineralstoffwechsel
Unterschiedliche Knochenformen: Röhrenknochen (Ober- und Unterarm + Ober- und Unterschenkelknochen), platte Knochen (Schädel, Schulterblatt), unregelmäßige Knochen (Wirbel, Unterkiefer), kurze Knochen (Hand, Fuß), Sesambein (z.B. Kniescheibe)
Verknöcherung des Skeletts ist ein Prozess (pränatal und postnatal); endgültiger Schluss der Wachstumsfugen (Epiphysen) unterliegt hormonellen Einflüssen (etwa im Alter von 10 Monaten); Knochen reifen noch länger weiter aus
Umbauprozesse im Knochengewebe lebenslang und permanent (Knochengewebe aufgrund guter Gefäßversorgung hoch regenerativ)
Trainingsrelevanz:
Knochenhautentzündungen (häufiger bei großwüchsigen Hunderassen, wechselnde Lahmheiten, hohe Schmerzhaftigkeit bei Druck auf lange Röhrenknochen, Störungen des Allgemeinbefindens, ggf. Verhaltensauffälligkeiten; Achtung: negativ Verknüpfungen
Menge und Art der Bewegung (Überlegungen für das Freispiel mit Artgenossen, Treppensteigen, Begleitung beim Joggen, Radfahren, Wandern, Reiten etc.)
Skelettsystem (Knochen + Knorpel)
Knorpel
Funktion: Reibungsminderung, Druckentlastung, allgemeine Pufferwirkung
Sehnen
parallelfaserige Bindegewebsstränge mit hoher Zug- und Reißfestigkeit
Funktion: Verbindung von Muskeln untereinander bz mit Knochen; Kraftübertragung des Muskelzuges auf Skelett; "Federung"
Bänder
flache Stränge derben Bindegewebes
Funktion: Fixierung zweier Körperteile miteinander, äußerer Schutz der Gelenkkapsel
Faszien
sogenannte Muskelbinden
Funktion: Umhüllung von Muskelgruppen, zur Stabilisierung der Strukturen (verleihen den Muskeln Form und Festigkeit)
Gelenke
Verbindungsstellen zwischen zwei oder mehr Knochen
Echte Gelenke: Knochenendstücke sind jeweils von Knorpelgewebe bedeckt; zwischen beiden Gelenkknorpel liegt ein Spalt, darin die Gelenkschmiere (Synovia), soll Reibung in den Bewegungen mindern und Knorpel mit Nährstoffen versorgen; Achtung: Knorpelschaden heilt kaum
Die Bauart bestimmt Funktion und möglichen Bewegungsgrad (Richtung/Achse)
Unechte Gelenke: kein Synovialraum, Bewegungsausmaß mehr oder weniger stark begrenzt
Knorpelige Verbindungen, Bindegewebige Verbindungen, Knöcherne Verschmelzungen
Aktiver Bewegungsapparat
Skelettmuskeln
quergestreifte Skelett- und Hautmuskulatur (größtenteils willkürlich steuerbar), autonom gesteuerte quergestreifte Muskulatur des Herzens, autonom gesteuerte glatte Muskulatur der inneren Organe
unmittelbar mit dem Knochen verbunden oder setzen an diesem mit einer Sehne an
ermöglicht körperliche Bewegung
Für das mimische Ausdrucksverhalten essenziell
Muskelarbeit: Bewegung (dynamische Muskelarbeit) gesteuert über Anspannung (Verkürzung = Kontraktion) und Entspannung (Erschlaffung = Relaxation)
Faszien
Sehnen
bringen Festigkeit in den Körper
halten Körperteile in Position
Sehnenscheiden
Schleimbeutel
Trainingsrelevanz: Hunde mit strukturellen Mängeln können unter anderem keine ausgewogene STEH-Position einnehmen. Sie kompensieren ihr Defizit wahlweise durch häufige Wechsel der Pfotenposition oder Entlastungshaltungen.
Fortbewegung
Bewegungsarten
im Verhältnis zur Körpergröße relativ große Sprungkraft und Fähigkeit zu schwimmen
Schritt, Trab, Galopp (Passgang = "Schongang")
hintere Extremität = Motor (Schub für die Fortbewegung=)
Vorderhand = Stoßdämpfer (Dank Weichteilaufhängung; vor allem gut für Sprünge)
Beweglichkeit der Wirbelsäule ermöglicht Hintergliedmaßen im Galopp weit nach vorne zu bringen (hohe Geschwindigkeit erreichbar)
Zehengänger (Krallen nicht einziehbar)
"Puffersysteme" um Stoß-, Druck-, Zug- und Scherkräften stand zu halten. (Bandscheiben, Menisken der Gelenkswinkelung, Zehen und Sohlenballen)
Bewegungsrichtung + Bewegungsmaß (jede Rasse hat Besonderheiten je nach ursprünglichem Zuchtziel)
Gelenksbewegungen: Axiale Drehung, Laterale Biegung, Flexion/ Extension