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7; Zw Gut und Böse: Wie treffen Menschen moralische Entscheidungen? -…
7; Zw Gut und Böse:
Wie treffen Menschen moralische Entscheidungen?
1. Was unterscheidet moralische Einstellungen von anderen Einstellungen?
Moralische Überzeugungen
Manche
Einstellungen beruhen auf Moralischen Überzeugungen
(Moral Convictions)
Moralische Überzeugungen sind starke Einstellungen
dazu, ob etwas richtig oder falsch ist
Moralische Überzeugungen
sind
qualitativ anders
als andere Einstellungen
Sie gelten
universal
Sie gehen mit
starken Emotionen
einher
Sie benötigen oftmals
keine Erklärung
Moralische Überzeugungen hängen von der
Thematik
und der
Person
ab
Unterschiede
in moralischen Überzeugungen führen zu
starker Abneigung (disliking those with diff morals)
Sind moralische Überzeugungen qualitativ anders als andere starke Einstellungen?
Zsmfsg
Uneinigkeit
in moralischen Überzeugungen geht einher mit…
- mehr sozialer & physischer Distanz
- Intoleranz gegenüber Andersdenkenden
- schlechterer Interaktionsqualität
Nur bei
starker moralischer Überzeugung
lehnen
Menschen
Andersdenkende
unabhängig von der persönlichen Beziehung
ab
⇒
Universalität
Effekte von Studie 1 + 2 (social distance vs moral Überz + repli)
könnten von
Demand Effects
getrieben sein
⇒
Proband:innen versuchen konsistent zu antworten
und geben deshalb nach der Frage nach moralischen Überzeugungen eine höhere Distanz an
⇒
Studie 3 vermeidet diese Möglichkeit
(zeitlicher Abstand + Erfassung von Verhalten)
demand effects =
the changes in participants' behavior in research experiments or surveys
due to cues or expectations about the experiment's purpose
moralische Überzeugungen ⇒ starke Einstellungen
- but not the other way around!
- strong Einstellungen dont necc have to be morals
summary of 4 studies
(details skipped)
Relevanz von moralischen Überzeugungen
Starke moralische Überzeugungen...
… hängen positiv mit
Wahlbeteiligung
zusammen
… hängen positiv mit
politischem Aktivismus
zusammen
Anstieg von Studiengebühren
Geschlechterdiskriminierung
Gewerkschafts Strikes
…
reduzieren Anfälligkeit für Konformität
=> pro diversity
…erhöhen
Bereitschaft für illegales oder gewaltsames Verhalten
2. Wie beurteilen Menschen, was moralisch falsch/richtig ist?
Moral Foundations Theory
=> moral Urteile basiert auf
5 Grundlagen:
indiv
moral Grundlagen
harm
fairness
bindende
moral Grundlagen
ingrp
authority
purity
But there was critique about
Purity... its imprecise
..:
Kritik an den Moral Foundations (Purity):
Die Grundlage „Purity“ wird nicht darüber
definiert
was sie ausmacht,
sondern über das, **was sie nicht ausmacht
⇒ Harm**
Purity is "measured" through its opp = harm
Purity
Verhaltensweisen sind
mit politischer Orientierung und Religion konfundiert
Purity Verhaltensweisen sind teilweise sehr bizarr und können als
Indikator für den Charakter einer Person
gewertet werden
Verletzungen von Purity
hängen stark mit der
Wahrnehmung von Harm
zusammen
⇒ es handelt sich nicht um distinkte Dimensionen
(A higher, spiritual purpose to be morally correct. More in the religious sense)
Theory of Dyadic Morality
Moralische Prozesse
sind
bei allen Menschen ähnlich...
Wie andere Arten von Kategorisierung erfolgen auch
moralische Urteile
auf dem
Abgleich mit einem Prototyp
eg your
prototype for birds is the crow.
⇒ with this you can conclude that a
penguin is also a bird
⇒ whether moral or not
its based on how harmful the action is to another
⇔ harm = the prototype
"Dyadic" describes something relating to a dyad, which is a group of two, or interactions between two people or things
immoral <=> action
interplay
called the dyadic comparison
morals
do have
diff
tho..
in perception of how harmful smt is!
Die Wahrnehmung des Ausmass an
Harm
ist
subjektiv
Diese subjektive Wahrnehmung von Harm kann erklären, warum manche Menschen Handlungen verurteilen, (
obwohl
) bei denen
objektiv niemand zu schaden kommt
(s. Moral Foundations )
- ⇒ “Universalism without Uniformity”
We all process Morality the same way (Univ),
but each with our subjective paradigm (Unif)
Urteile von Harm erfolgen auf Basis von
Intentionalität
(Täterin) und
Vulnerabilität
(Opfer
Menschen unterscheiden
zwei Dimensionen von mentalen Fähigkeiten:
Agency
=
Handlungskontrolle
, control over their actions
⇒ the more agency, the more moralische Verantw
Experience
= sensorischen, emotionalen
Erfahrbarkeit von der Umgebung
⇔ ability to sensorically intake environ
⇒ has the right to be treated morally correct/has moralische Rechte
Moralische Verurteilung
sollte dann
stark
sein,
wenn
Agency der Täterin (= Intentionalität) und Experience des Opfers (= Vulnerabilität) hoch
ist.
Implikationen von Dyadic Morality
Konservative und Liberale
folgen
nicht unterschiedlichen moralischen Grundlagen
, sondern...
unterscheiden
sich in ihrer
Bewertung von Harm
(Schein & Gray, 2015)
⇒ Konservative nehmen im Verbrennen der Landesflagge auch mehr Harm wahr (Schein & Gray, 2015)
⇒ Auch
Verletzung von Loyality
liegt
Harm
zugrunde
unterscheiden
sich in ihrer
Bewertung von Vulnerabilität
(Womick, Goya-Tocchetto et al., 2024)
⇒
Unterschiedliche Gruppen von Menschen
oder Dingen (z.B. Migrant:innen, die Umwelt, die Bibel) werden von Konservativen und Liberalen als
unterschiedlich vulnerabel
wahrgenommen
⇒ diff
Vulnerabilität
=> diff
Harm
level
=> diff
moralische Urteile
3. Welche Abwägungen treffen Menschen bei moralischen Urteilen?
Entscheidungen werden häufig in utilitaristische und deontologische Urteile unterschieden:
Utilitaristische vs. Deontologische Urteile
-
Deontologisch
:
Ob ein Verhalten moralisch gerechtfertigt ist
hängt ausschliesslich von dem
Verhalten
selbst ab
⇒
Emotionale
Prozesse bedingen
deontologische
Urteile
Menschen haben eine
intuitive Abneigung, Harm zu verursachen
⇒ Tendenz zu deontologischen Urteilen
Weniger
deontologische Urteile…
Bei
grösserer (emotionaler) Distanz zu den Opfern
Bei
Läsion in Gehirnbereichen die für Emotionsverarbeitung
zuständig sind
Mehr
deontologische Urteile…
Wenn
Harm im kleinsten Detail
vorgestellt werden soll
Bei körperlichem Stress
-
Utilitaristisch
:
Ob ein Verhalten moralisch gerechtfertigt ist
hängt von dessen
Konsequenzen
ab
⇒
Kognitive
Prozesse bedingen
utilitaristische
Urteile
Bei
ausreichend Zeit, Motivation und kognitiven Ressourcen
kann diese Tendenz überschrieben werden
⇒ Utilitaristische Urteile
Weniger
utilitaristische Urteile…
Unter
Zeitdruck
Bei
kognitiver Belastung
(äussert sich in Reaktionszeiten)
Mehr
utilitaristische Urteile…
Bei grösserer
Arbeitsgedächtniskapazität
Bei Tendenz zu
analytischen (statt intuitivem) Denken
- ⇒ Dual-Process Model of Moral Judgment
(Greene, 2001, 2007)
Typ 1: Schnell, wenig aufwendig, emotionsbasiert
Typ 2: Langsamer, aufwendig, kognitionsbasiert
- Aber: Utilitaristische vs. Deontologische Urteile sind keine entgegensetzten Pole, sondern voneinander unabhängig:
Beide => unterschiedlichen Ergebnissen führen
Bsp: Folter eines Menschen um zu verhindern, dass die Explosion einer Bombe mehrere Menschen tötet
Beide => selben Ergebnis führen
Bsp: Folter eines Menschen um zu verhindern, dass die Explosion einer Farbbombe einen Sachschaden anrichtet
Moralische Urteile unterschieden sich nach
kulturellem
Kontext:
diff with within
Asian
countries
stronger op
not to activiely push sme off the bridge
social image
much more imp
Was macht kulturelle
Unterschiede
in moralischen Entscheidungen aus?
Beziehungsmobilität
:
Wie schwierig/einfach es ist, neue soziale Beziehungen aufzubauen
• z.B. „Die Menschen in Ihrem Umfeld haben viele Gelegenheiten, andere Menschen kennen zu lernen“
Beziehungsmobilität++ <=>
Eingreifen++
Erfassung von Beziehungsmobilität auf Länderebene zeigt starke Korrelation zwischen dem Ausmass an
Beziehungsmobilität
und
Eingreifen
bei allen drei Szenarien
(Train trolley problem)