Die Koine als neutestamentliche Sprache
Die Originalsprache der NT Schriften, die sog. hellenistische Sprache war die täglich gesprochene Sprache der gesamten hellenistisch-alexandrinischen Welt (Koine). Die Koine ist als ein vollständig vereinfachter Volksdialekt zu verstehen (Elemente aus dem Leben der Straßen, des Marktes, des Heerlagers, aus dem Theater).
Die Koine der hellenistischen Zeit ist eine natürliche Entwicklung (Vereinfachung) des attischen Dialekts, der hauptsächlich im 5. und Anfang des 4. Jhds v. Chr die klassische Form der griechischen Sprache bildete, in Kombination mit dem ionischen Dialekt aus Kleinasien.
Die Entstehung und die Verbreitung der Koine in der damaligen hellenistischen Welt ist durch die Vereinigung der griechischen Stadt- Staaten unter Alexander dem Großen und die Verbreitung der griechischen Kultur und der griechischen Sprache als Erleichterung der Kommunikation => Alexandrinische oder Hellenistische Sprache genannt (Alexandrien das Zentrum der damaligen hellenistischen Welt
Die "gebildeten Heiden" wie Celsus, die besonders dem Christentum feindlich waren, haben die geschriebene neutestamentliche Koine und ihre Botschaften verachtet, weil sie die Sprache der ungebildeten Fischer war. Allerdings ist es in der sprachlichen Struktur seiner Werke das nicht zu sehen.
Die authentischen Texte des Neuen Testaments, welche die Heiligen Autoren aus ihren persönlichen Erfahrungen, mündlichen oder niedergeschriebenen Erzählungen (sog. Logien) oder basieren auf älteren im Aramäischen verfassten Notizen schrieben, sind nicht bis heute erhalten geblieben (weg. Zerbrechlichkeit des Papyrusmaterials). Der heutige Text hat sich aus vielen, zeitlich späteren Handschriften gebildet und diese wurden von treuen Abschreibern der Urtexte überliefert. Die ältesten Papyrusteile sind in die erste Hälfte des 2. Jhds n. Chr. zu datieren (Fragmente des Joh Evangeliums)