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Wirtschaftspsychologie - Coggle Diagram
Wirtschaftspsychologie
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Einführung/Geschichte
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- Begründer: William Stern (1903) & Hugo Münsterberg (1912)
- Definition: Anwendung psychologischer Erkenntnisse & Methoden auf alle Lebensbereiche
- Unterscheidung (Giese, 1927):
- Objektpsychotechnik: Anpassung der Arbeitsbedingungen an Menschen
- Subjektpsychotechnik: Anpassung des Menschen an Arbeitsbedingungen
- Methoden: Eignungsdiagnostik, Testentwicklung
- Beispiel: Münsterbergs Versuche mit Telefonistinnen
- Verdienste: Methodenentwicklung, theoretische Fundierung
- Kritik: Fehlende theoretische Grundlage, zu starker Fokus auf Diagnostik
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- Begründer: Frederick W. Taylor (1913)
- Kernidee: Systematische, rationale, ingenieurwissenschaftliche Betriebsführung
- Extreme Aufgabenpartialisierung
- Trennung Kopf-/Handarbeit
- "One best way" für Produktionsablauf
- Zeit- und Bewegungsstudien
- Menschenbild: Homo Oeconomicus (rein monetäre Motivation)
- Weiterentwicklung: Fließfertigung bei Ford (1913)
- Kritik: Taylors Argumente basieren auf Anekdoten statt Fakten
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- Durchführung: 1924-1932, Western Electric Company
- Leiter: Elton Mayo, Roethlisberger & Dickson
- Kernexperiment: Auswirkung von Lichtverhältnissen auf Arbeitsleistung
- Ergebnis: Leistungssteigerung unabhängig von tatsächlichen Veränderungen
- Interpretation: Soziale Aufmerksamkeit als Motivationsfaktor
- Hawthorne-Effekt: Leistungsveränderung aufgrund besonderer Beachtung
- Kritik: Methodische Mängel, Verschweigen wichtiger Einflussfaktoren (Lohnanreize, Leistungsdruck)
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- Entstanden aus Hawthorne-Studien
- Kerngedanke: Motivation durch Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen
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- Fokus: Soziale Bedürfnisse (Anerkennung, Achtung)
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- Befasst sich mit Erleben und Verhalten des Menschen bei der Arbeit und in Organisationen
- Umfasst: Beobachten, Beschreiben, Erklären, Prognostizieren, Verändern
- Praxisorientiert: Kriterien "Wahrheit" und "Nützlichkeit" (nach Rosenstiel)
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- Wirtschaftspsychologie als Oberbegriff
- Markt- und Konsumentenpsychologie
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- Arbeits- und Tätigkeitsanalyse
- Einsatz neuer Technologien
- Beanspruchung und Gesundheit
- Arbeitsmotivation und Zufriedenheit
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- Organisationsklima/-kultur
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- Team, Führung, Kommunikation
- Konflikte und Kooperation
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- Einflussfaktoren, die dem untersuchten Phänomen vorausgehen
- Unabhängige Variablen, Prädiktoren
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- Faktoren, die mit dem untersuchten Phänomen zusammenhängen
- Zusammenhang ohne klare kausale Richtung
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- Folgen/Ergebnisse des untersuchten Phänomens
- Abhängige Variablen, Outcomes
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- Beeinflussen die Stärke des Zusammenhangs zwischen Variablen
- "Wann"-Bedingungen (unter welchen Umständen)
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- Erklären, wie/warum eine Variable eine andere beeinflusst
- Vermittelnde Mechanismen, "Wie"-Bedingungen
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- Statistische Methode zur Integration von Ergebnissen mehrerer Einzelstudien
- Ermittlung der durchschnittlichen Effektstärke über alle Studien hinweg
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- Meta-Analyse zu Commitment und Leistung
- Meta-Analyse zu Arbeitszufriedenheit
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- Höhere statistische Power durch größere Stichprobe
- Überwindung von Limitationen einzelner Studien
- Identifikation von Moderatoren über Studien hinweg
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- Umsetzung von wissenschaftlich fundierten Gesetzmäßigkeiten in organisationale Verfahren
- Entscheidungen basierend auf bestmöglicher sozial- und organisationswissenschaftlicher Evidenz
- Reduzierung des Einflusses persönlicher Präferenzen und unsystematischer Erfahrungen
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- Groß "E": Evidenz aus formaler Forschung, wissenschaftliche Studien
- Klein "e": Lokale Evidenz, Erfahrungswissen, organisationsinterne Daten
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- Eminenzbasierte Praxis: Entscheidungen basierend auf Status/Autorität
- Vehemenzbasierte Praxis: Lautstärke statt Evidenz
- Eloquenzbasierte Praxis: Äußere Form/Präsentation statt inhaltlicher Substanz