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Methoden der Entwicklungspsychologie - Coggle Diagram
Methoden der Entwicklungspsychologie
Forschungsdesigns
Querschnitt
Vergleich von Stichproben aus unterschiedlichen Altersgruppen zu einem Zeitpunkt
Vorteile
ökonomisch
schnell
nützlicher Vergleich zwischen Altersgruppen
Nachteile
Übertragung auf andere Erhebungszeiträume fraglich
Altersstichproben möglicherweise nicht vergleichbar
Konfundierung Alter und Kohorte
Längsschnitt
Vergleich einer Stichprobe zu verschiedenen Zeitpunkten mit demselben oder einem vergleichbaren Erhebungsinstrument
Vorteile
Feststellbarkeit von Merkmalsstabilitäten
langfristige Entwicklung
Interindividuelle und Intraindividuelle Veränderungen in Entwicklungsverläufen
Nachteil
Testungseffekte
Alters- und Teilzeiteffekte konfundiert
Generalisierbarkeit auf andere Kohorten fraglich
Selektive Stichprobenausfälle
Zeit- und Personalaufwand
Sequenzanalyse nach Schaie
Kombination von zeitversetzten Längs- und Querschnitten
Betrachtung aller Entwicklungsvorgänge/ -veränderungen in ihre Abhängigkeit vom Alter, der Kohorte & dem Testzeitpunkt
Mikrogenetisches Design
Längsschnittdesign mit sehr kurzen Zeitabschnitten
Engmaschige Datenerhebung um erwartete Entwicklungsveränderung herum
Vorteil
Erfassen von Veränderungsprozessen im Detail
Nachteil
keine Infos bezüglich langfristiger Veränderungsmuster
Datenerhebungsmethoden
Frühe Kindheit
Präferenzparadigma
Präferiert Säugling X vor bedeutungsloser Stimuli
Verschiedene Reaktion des Säuglings auf zwei oder mehr Stimuli
Blickbewegungen, Körperbewegungen, physiologische Parameter
Habituationsparadigma
Differenzierung von Reizen
Reagiert Säugling auf neuen Stimulus länger?
physiologische Hinweise
Herzschlagverlangsamung
Dishabituation/Orientierunsgreaktion
Tiefenwahrnehmung/visuelle Klippe
Erwartungs-Induktions-Paradigma
Relationen in Reizserie
Reaktionszeiten bei Blickwechsel verkürzt
Verhaltensbasierte Kontingenzen
Relation Mobile und Strampeln
umweltbasierte Kontingenzen
Assoziationslernen
Erwartungs-Enttäuschungs-Paradigma
implizite Erwartung über eintreten bestimmter Ereignisse
Ereignis im Widerspruch
Überraschung/Interesse
Längeres Betrachten, physiologische Reaktion (Orientierungsreaktion)
Paradigma der verzögerten Nachahmung
Nachahmung des Modells nach Zeitintervall
Rückschlüsse auf Gedächtnisleistung
erst ab ca. 6 Monaten (Motorische Reproduktionsfähigkeit)
späte Kindheit
geringe Fähigkeit Sprachproduktion
lediglich Sprachverständnis
Gestaltung Interviews
Erleichterung emotionale Anpassung Untersuchungssituation
Reduktion soziales Gefälle (Erwachsener Interviewer)
Förderung Kommunikationsverhalten Kind
Grundsatz
Problemloser Umgang für Kind
Sonst geben Daten Aufschluss über Entwicklung des Umgangs mit Datenerhebungsmethode
Spezielle Designs zur Anlage-Umwelt Debatte
Adoptionsstudien
Ergebnisse
niedrigere Erblichkeitsschätzung
zunehmendes Alter
Zunahme Übereinstimmung Eltern
aktive und evozierende Anlagewirkungen
Grundidee
Hoher Erblichkeitseinfluss
trotz Trennung hohe Ähnlichkeit zu biologischen Eltern
Hoher Umwelteinfluss
Hohe Ähnlichkeit zu Adoptiveltern
Methodik
Übereinstimmungsindizes (Korrelationen) zu biologischen und Adoptiveltern
Zwillingsstudien
Grundlage
Variation Anlage
Zweieiige Zwillinge 50% genetische Übereinstimmung
Eineiige Zwillinge 100% genetische Übereinstimmung
Variation Umwelt
zusammen aufgewachsen (gering)
getrennt aufgewachsen (hoch)
Grundannahmen
Geringe Umweltvariation
Wenn Übereinstimmung zwischen eineiigen Zwillingen größer als zwischen Zweieiigen --> größerer Einfluss Anlage
Anlagewirkungen
Aktiv
Individuum sucht aktiv eine Umwelt, die zu Anlagen passt
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Passiv
Biologische Eltern schaffen Umfeld, dass zu eigenen Anlage passt, das jedoch auch wegen genetischen Überlappung auch zu Kind passt
1 more item...
Evozierend
Kind ruft durch eigenes Verhalten Wirkungen in sozialer Umwelt hervor, die zu Anlage passen
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Da Umgebung zunehmend in Übereinstimmung mit eigenen Anlagen gesucht und gestaltet wird nimmt Anlageanteil über Alter hinweg ab
Vergleich der Intraklassenkorrelationen bei ein- und zweieiigen Zwillingen (r (eineiig) vs. r (zweieiig)
Basis für Erblichkeitskoeffizient (0-1)
Bei Erblichkeitskoeffizient = 1 kann Umwelt trotzdem beteiligt sein (Epigenetik)
besonders hohe bei Intelligenz (>/=.50)
eher niedrige bei Persönlichkeit/ Verhalten/ intellektuellen Teilfertigkeiten
Hohe Umweltvariation
Wenn Unterschiede minimal
--> verstärkter Einfluss Anlage
Kritik
Nicht repräsentativ für Gesamtbevölkerung
Überschätzung Erblichkeitsanteil
Ergebnisse auch bei extremer Umweltvariation
Kritik Zwillings- und Adoptionsstudien
Keine Aussagen Modifikationsbreite eines Merkmals
keine Kenntnis Bandbreite über die Merkmal durchUmwelteinflüsse beeinflussen lässt
Annahme Wirkrichtung Gene auf Verhalten
Rückwirkungen? Epigenetik