"role making" (stärker entscheidungsförmig, geprägt durch: Intra-Rollenkonflikte, Inter-Rollenkonflikte, defizitäres Rollenwissen, Ressourcenmangel, Person-Rolle-Konflikte, findiger Akteur), kommt in Situationen, in denen das Rollenhandeln auf Komplikationen stößt (die fünf Rollenprobleme) zur Geltung, kreative Eigenleistungen werden dem Akteur abverlangt, Rollen zu modifizieren und umzugestalten, der situative Umgang mit den fünf Rollenproblemen, situative Kreativität, Improvisation etc.
Der "findige Akteur": die analytische Leitvorstellung des interpretativen Paradigmas, also die Vorstellung das Akteure neben der stumpfen Ausführung vorgegebener Rollenerwartungen auch situative kreative Eigenleistungen hervorbringen,im Umgang mit z.B. fehlendem Rollenwissen, Erstsemestler*in: neue Rolle, die erst einmal gefunden werden muss, „findig“ werden, wie handele ich als Studierender (fehlendes Rollenwissen führt zu situativer Kreativität und entsprechendem Umgang), kreative Art und Weise mit den fünf Rollenproblemen umzugehen (Akteur, der kompetentes role-making betreibt)
das interpretative Paradigma hat das normative Paradigma quasi erweitert, insofern, dass Komplikationen (die beim Rollenhandeln entstehen können) mit bearbeitet werden (das Bild der sozialen Realität wird noch komplexer gemacht, um "mehr" Realität abzubilden
"role making" wird in sozialen Situationen betrieben, in denen das Rollenhandeln auf Komplikationen stößt (die o.g. Voraussetzungen nicht erfüllt sind)