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WS 04: Psychologische Methodologie - Coggle Diagram
WS 04: Psychologische Methodologie
Qualitative vs. Quantitative Verfahren
Qualitative Forschung
Kategoriebildung durch inhaltsanalytische verfahren
später weitere quantitative Messung (z.B. Anzahl Nennungen)
Interviewtechniken
Vorteil: relevante Kategorien werden generiert, nicht von Versucher vorgegeben
Nachteil: subjektive Komponente + Aufwand bei Datenverarbeitung
verschiedene Auffassungen
oder: rein textbasierte Forschung
oder: hilft der Entwicklung von Theorien/Modellen (z.B. Diskussionsteil Paper)
Betonung auf KategorieGEWINNUNG (nicht nur untermenge quantitativ)
Theoretische Hintergründe
Hermeneutik (Verstehen)
Phänomenologie (im Bewusstsein)
Aristoteles: causa finalis
Introspektion (z.B: Würzburger Schule)
sozialer Konstruktivismus
Kritische Psychologie
kognitive Metapherntheorie
Methodenrepertoire (siehe Folie 11)
Korrelationsstudie, Quasi Experiment, Experiment
Experiment
= ideales Hypothesenbeurteilungsverfahren
ermöglicht Testung kausaler Hypothesen
Kriterien nach Wundt
Willkürlichkeit (= willentlich geplantes systematisches Eingreifen)
Isolierte Manipulation (= keine SV)
Replizierbarkeit
(Aufmerksamkeit des Experimentators beim Beobachten)
Moderne Definition: Randomisierung wichtig!!!
ist zentrale Kontrolltechnik zur Validitätssicherung
Arten
Ziele
Prüfexperiment
Erkundungsexperiment
Vorexperiment
Anzahl UVn
unifaktoriell
multifaktoriell (z.B. Medikamentengabe & Geschlecht als UVn)
Anzahl AVn
univariat
mulivariat (z.B. Fragebogen + Herzfrequenz)
Setting
Laborexperiment
Feldexperiment
Quasiexperiment
fehlende randomisierte Zuordnung von Probanden
Version 1: organismische Variablen (streng genommen eine Korrelationsstudie)
Version 2: zufällige Zuordnung von Gruppen (nicht Probanden!)
Bsp.: Klassen und Lehrmethoden
mögliche sV: a priori Gruppenunterschiede
Korrelationsstudie
erheben von 2+ Variablen
Suchen von Zusammenhängen
Korrelations-Kausalitäts-Fehlschluss
möglichkeit beider Wirkrichtungen
Möglichkeit Wirkung einer 3. Variablen (SV, konfundiert mit UV oder tatsächliche Ursache der AV)
nur dann SV, wenn kausaler Effekt auf AV plausibel! (Konfundierung + Plausibilität)
Experimentelles Vorgehen
Formulierung Fragestellung
Sachhypothese (Literaturrecherche, Identifikation UV + AV)
Operationalisierung
Aufstellung Versuchsplan
Kontrolle von Störvariablen (Randomisieren, Konstanthalten)
Überlegung Stichprobe (z.B. Größe, Repräsentativität)
Empirische Vorhersage + statistische Hypothese (z.S. prüfbare mathematische Aussage über Statistiken)
Durchführung
Datenauswertung
Schluss auf Sachhypothese (Prüfung 9. + qualitative Beurteilung bisheriger Schritte)
Diskussion
Bericht (standardisiert, Replizierbarkeit)
Hypothesen und ihre Bestandteile
Satztypen
Beschreibungen
Gesetzmäßigkeiten ("Effekte")
Theoretische Erklärungen
Variablen mit Ausprägungen (Stufen) --> jede Hypothese sollte sich so analysieren lassen!
Behauptung einer Kausalrichtung
UV: im Experiment vom Versuchsleiter Manipuliert
AV: in Abhängigkeit (als Funktion) der UV gemessen
(breite Klasse der) Reaktionsmaße
bei bloßem Zusammenhang keine eindeutige Zuordnung UV/AV (Korrelationsstudie)
Formulierungsvarianten
Variablenzusammenhang (Zusammenhangshypothese)
Gruppenunterschied (Unterschiedshypothese)
Wenn-Dann-Satz (Konditionalsatz + evt. Kausalzusammenhang)
Achtung: nicht alle Zusammenhänge sind als Unterschied formulierbar (umgekehrt
schon)
Typen von Hypothesen
Existenzsätze (Existentielle Hypothese)
Form: "Es gibt (mindestens ein) Etwas, das ..."
verifizierbar aber nicht falsifizierbar
eher selten in Psychologie
oft zur Widerlegung einer gängigen Annahme (Nachweis Ausnahme)
Allsätze (universelle Hypothese)
Form: "Für alle Dinge gilt, wenn sie ein ... sind, sind sie ..."
falsifizierbar aber nicht verifizierbar
Induktionsschlüsse (von einem Exemplar auf alle)
Bewährungsgrad statt Beweis
häufig in der Psychologie, allerdings beruhend auf WKEITEN/MITTELWERTEN
Hypothesen über Anteile (selten)
"88-95% aller Menschen sind Rechtshänder"
weder verifizierbar noch falsifizierbar
bewähren sich unter Verwendung statistischer Methoden
Variablen
qualitative (Nominalskalenniveau)
quantitative (diskret vs. stetig)
beobachtungsnahe (manifeste)
beobachtungsferne (latente, Konstrukte)
Moderator
beeinflusst Richtung/Stärke des Zsh zwischen UV und AV
Bsp.: Orangensaft macht
mit einem Spritzer Öl
noch mehr fit
Mediator
zwischen UV und AV liegendes Kausalglied
Bsp.: längere Pausen --> größerer Lernerfolg mediiert durch Nutzung Pausen zur Wiederholung
Hypothesenaufstellung
Literaturrecherche
Problemanalyse
Introspektion/Alltagspsychologie
Explorationsstudien
Popper: deduktive Methode der Wissenschaft (schöpferische Intuition) --> kein realer Wissenschaftsbetrieb
Vorbedingungen für die Überprüfbarkeit
Empirischer Gehalt
keine analytischen Sätze als Hypothesen
logisch widerspruchsfrei
Falsifizierbarkeit
andere Ergebnisse müssen denkbar/beschreibbar sein
haben nicht falsifizierbare Sätze überhaupt eine empirische Bedeutung?
Non-Trivialität
einiges (nicht nur triviales) spricht GEGEN die Hypothese
Operationalisierbarkeit
Aufstellung der Hypothese vor der Datensicherung (keine post-hoc Rationalisierungen / HARKING)
Qualitätskriterien
möglichst hoher Informationsgehalt
allgemeiner wenn-teil
spezifischer dann-Teil
möglichst strenge Prüfung
Hypothesenbezug
Festlegung relevanter Effektgrößen
Gerichtete vs. ungerichtete Hypothesen
Empirische Vorhersage (konkretisiert auf Basis von OP, Versuchsplan, SV-Kontrolle und Stichprobe)
Statistische Hypothese (statistisches Modell, Verfahren, Messfehler, Bezug auf Statistiken)
valide & ökonomische Hypothesenprüfung
Validität = Minimierung e/f-Fehlerwkeit (Bezug auf Sachhypothese)
ähnlich: alpha- und beta-Fehlerwkeiten (Bezug auf statistische Hypothese)