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Eine Uigurin packt über Chinas «Umerziehungslager» aus – trotz Verbot -…
Eine Uigurin packt über Chinas «Umerziehungslager» aus – trotz Verbot
Podcast «NZZ Akzent»
Von: Nadine Landert, Antonia Moser
Veröffentlichung: 27.10.2022
Gulbahar Haitiwaji
55-jährige Uigurin, Autorin
3 Jahre Gefangene im Umerziehungslager
Buch: „Wie ich das chinesische Lager überlebt habe“
2016 bekam sie einen Anruf von ihrem ehemaligen Arbeitgeber (Ölfirma) -> Dokumente für ihre Rentenansprüche unterschreiben
Bei ihrer Ankunft wurde ihr Pass abgenommen
Ihre Tochter wird aufgrund einer Demonstration für die Unabhängigkeit Xinjiangs von China als Terroristin dargestellt
Verhör & Untersuchungshaft; Verurteilung nach einem 9-minütigen Verfahren ohne Richter & Anwalt
Verurteilung zur Umerziehung für 7 Jahre
Chinas Verteidigung für Verhaftung
Verbrechen: Keine Loyalität der Partei gegenüber
Terrorismusproblem und Bekämpfung des Islamismus
Erlebnisse
Umerziehungslager in Xinjiang
Fensterlosen Zelle mit 9 Betten und 30–40 Frauen; durften miteinander keine Konversationen führen, keinerlei Kontakt zur Außenwelt
Besuchung von 11-stündigen Unterrichtseinheiten
kommunistische Lieder singen, Chinesisch pauken & Auswendiglernen der Aussprüche von Staats- & Parteichef Xi Jinping
Eimer als Toilette, keine Dusche
Tagesordnung: Gewalt & Folter
Gefangenen tragen dieselbe Uniform & werden nicht mit dem Namen, sondern mit der Häftlingsnummer aufgerufen
Frauen -> Haare geschoren & Impfung für Unfruchtbarkeit
Trauma von Gulbahar
20 T an einem Eisenbett gekettet; keine Möglichkeit für ihren täglichen Stuhlgang
Nach 10Tagen hielt sie es nicht mehr aus -> Notdurft vor allen verrichten; Demütigung
Wie steht man sowas durch?
Mental & körperlich Fit sein
Widmete sich ihrer Religion (davor nicht so religiös)
Statt Yogaübungen, Gebete verrichtet
Innerlicher Erfolg, weil sie die Wärter überlistet hat & keiner es bemerkt hat, dass sie betet
Freilassungsverfahren
Familie und Frankreich übte diplomatischen Druck auf China
Nach 3 Jahren kam die Uiguirin frei (statt 7 Jahre)
Bedingung: Schweigepflicht über die Erlebnisse
Missbrauch der Schweigepflicht
Erzählte alles dem NZZ-Redaktor Marco Kaufmann
-> 2 Gründe, ihre Erlebnisse öffentlich zu machen:
Schlechtes Gewissen, weil ein großes Unrecht gegen 100.000 Uiguren mit muslimischem Bekenntnis
Sie ist nicht mehr dieselbe Person und hat ein lebenslanges Trauma mitgenommen, bekommt regelmäßige Panikattacken
Folgen für Gulbahar
lebenslanges Trauma und Einreiseverbot nach China
China streitet alles ab und bezeichnet sie als Terroristin
Stand von China
Buch = Indizes für das Umerziehungslager
Xinjiang police files sind Dokumente von innen, die zeigen, was genau im Lager passiert
UN-Menschenrechtskommisariat = Kritik der UNO an die Umerziehungslager
China wird es nicht schaffen den Westen überzeugen zu können, aber sie genießen den Support von anderen repressiven Staaten.