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Trophoblasterkrankungen (Chorionkarzinom (Pathologie (Makroskopisch:…
Trophoblasterkrankungen
Blasenmole
Komplette Blasenmole 10%
Entsteht wenn Eizelle ohne mütterlichen Chromosomensatz (Mechanismus des Verlusts ist nicht bekannt) durch Spermium fertilisiert wird: --> 2 Möglichkeiten
--> Bei beiden Varianten ist das Genom der Zygote schlussendlich ausschliesslich väterlichen Ursprungs + diploid. Hieraus entwickelt sich lediglich Trophoblastgewebe, jedoch kein embryonales Gewebe.
2 haploide Spermatozyten befruchten die leere Eizelle (selten). (diploid, heterozygot -- aber beide väterlich)
1 diploider Spermatozyt befruchtet leere Eizelle (diploid, aber homozygot)
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Anzeichen für eine Blasenmole: besonders schnell wachsender Uterus, ein hoch positiver Schwangerschaftstest, das Fehlen der fetalen Herztöne sowie besonders starke Schwangerschaftsübelkeit.
Die Diagnose wird über erhöhte β-hCG-Werte sowie sonografisch gestellt --> Typisches Bild von Schneegestöber ohne Nachweis eines intakten Fetus.
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Pathologie:
Makroskopisch: Plazentargewebe deutlich mehr als erwartet für das SS-Alter, diffuse bis 2cm grosse Zottenblasen, kein Fetus. 
Mikroskopisch: grobblasige, pseudozystische Hohlraumbildugn im Zottenstroma; Nur vereinzelt Kapillaren im Zottenstroma; Hyperplasie von Synzytio- und Zytotrophoblast mit fakultativer Zellatypie. Die Chorionzotten wirken zystisch dilatiert, teils traubenähnlich. 
Komplette Blasenmole stellt erhöhtes Risiko für persistierende od metastasierende Trophoblasterkrankung dar: 15% Übergang in invasive Mole. 2.5% Entwicklung eines Chorionkarzinoms!
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Invasive Mole
Invasive Molen sind Komplette Blasenmolen, die lokal invasiv wachsen, jedoch noch nicht so ein aggressiv metastatisches Potential haben wie Chorionkarzinome.
Die invasive Mole hat wie auch die Blasenmole hydropische Villi, die nun aber (im Unterschied zur Blasenmole) die Uteruswand penetrieren.
Komplikationen: Uterusruptur, Blutungen.
Daran muss man denken, wenn β-hCG nach Curettage nicht zurückgeht.
Chorionkarzinom
50% nach kompletter Mole/Partialmole, 25% nach Spontanabort, 25% nach normaler SS.
Zum Zeitpunkt der Diagnose meist schon metastasiert: häufig hämatogen in Lunge (50%), Vagina (30-40%), Hirn, Leber und Nieren.
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Pathologie
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Mikroskopisch: Keine Villi!!! Typische Architektur mit zentral liegendem Zytotrophoblast mit umgebenden Synzytiotrophoblast. Invasives und destruktives Wachstumsmuster, häufig Blutgefässeinbrüche (ist ja Rolle der Plazenta!!)
Das Chorionkarzinom (= Chorionepitheliom) ist ein infiltrativ wachsender, aggressiver Tumor aus anaplastischen Trophoblastenzellen.