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Pädagogische Beziehungsgestaltung in der OGS (Der Erzieher (Jugendlichen…
Pädagogische Beziehungsgestaltung in der OGS
3 Grundlagen für positive Beziehungsgestaltung nach Rogers
Wertschätzung
Mit Wärme, Achtung und Rücksichtnahme begegnen, ihn anerkennen, nachsichtig sein, ermutigen, vertrauen, trösten, beistehen, umsorgen und helfen
Verstehen
Welt des zu Erziehenden verstehen, ihn und seine Äußerungen in ihrer Bedeutung verstehen, Empathie, Äußerungen verdeutlichen bzw. klarer formulieren, Maßnahmen sind dem persönlichen Erleben des Erziehenden angemessen
Echtheit
Verhalten des Erziehers stimmt mit seiner Haltung und Überzeugungen überein, er ist er selbst, sagt, was er denkt/fühlt, spielt keine "Rolle", kein routinemäßiges Gehabe, drückt tiefe, gefühlsmäßige Erlebnisse aus
Pädagogische Beziehung / Verhältnis / Bezug
Persönlichkeitsentwicklung hängt von Qualität der Beziehung zwischen Erzieher und des Erziehenden ab
Päd. Beziehungsgestaltung ist geprägt von Menschenbild, Einstellungen, persönliche Erfahrungen und fachlichen Kompetenzen des Erziehers
Ziele
bedingungslose positive Zuwendung
Zu Erziehender erkennt seine Ressourcen und kann sie nutzen
seelische Gesundheit und gesundes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
Neugierde, lernende Auseinandersetzung mit Umwelt
optimistische Grundhaltung zum Leben
positive Einstellung gegenüber anderen
geistige Entwicklung, selbstständiges Denken / Leistungsmotivation
Auf Grundlage von Beobachtungen
... gestaltet Erzieher pädagogische Situationen bewusst, zielgerichtet und fachlich
z.B. durch direkte Ansprache, gemeinsame Aktivitäten, Hilfestellungen oder Gespräche beim Essen
Der Erzieher
...ist Vorbild und mich sich ständig reflektieren (Supervision)
kein Elternersatz - aber Erziehungshilfe / -unterstützer
soll trösten und umarmen, aber Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz wahren
keine Freundschaft
darf Beziehungen nicht für seine eigenen Bedürfnisse ausnutzen
soll alle Jugendlichen gleich behandeln -> auf Schüchterne/Außenseiter achten
offenen Umgang mit Problemen/Schwierigkeiten/Missverständnissen
Jugendlichen als kompetenten, aktiven Gestalter seiner Umwelt betrachten
Selbstbildungspotenziale werden gefördert
Dimensionen-Konzept (Tausch und Tausch)
Lenkungsdimension
starke Lenkung
Unkreativität
eingeschränkte und fremdbestimmte Aktivitäten
Spannungen enstehen
Verhalten der Erzieher wird auf die zu Erziehenden projeziert
kleinere Kinder/schwächere Gruppenmitglieder werden wiederum von ihnen stark gelenkt
geringe Lenkung
große individuelle Freiheit
Kreativität
angenehme Atmosphäre
evtl. weniger Leistung als bei starker Lenkung
Aktivitäten sind meistens selbstbestimmt
Gruppenmitglieder lenken untereinander wenig
emotionale Dimension
starke Wertschätzung
emotionale Sicherheit
Abbau von Angst
Abbau von Spannungen
Selbstachtung und partnerschaftliches Verhalten unter den Gruppenmitgliedern
positive Gefühlsvorgänge
geringe Wertschätzung
emotionale Unsicherheit
Selbstachtung kann verloren gehen
negative Gefühlsvorgänge
unangenehme Situationen können von den Gruppenmitgliedern vermieden werden, falls sie dadurch höhere Wertschätzung erwarten
Dimension der Kongruenz
Dimension der Inkongruenz
4 Humandimensionen
Achtung, Wärme, Rücksichtnahme <-> Mißachtung, Kälte, Härte
Einfühlsames Verstehen, nichtwertend <-> nichtverstehender Umgang
Echtheit und Aufrichtigkeit <-> Unaufrichtigkeit, Unechtheit, Fassadenhafigkeit
nichtdirigierende, persönlichkeitsfördernde Aktivitäten <-> Dirigismus, keine fördernden Tätigkeiten
Erziehungsstile
autoritär
demokratisch (autoritativ)
laissez-faire (vernachlässigend)
permissiv (nachgiebig)
5 Säulen der Erziehung (Tschöpe-Scheffler)
entwicklungsfördernd
emotionale Wärme/Liebe
Achtung und Respekt
kooperatives Verhalten
Struktur und Verbindlichkeit
allseitige Förderung
entwicklungshemmend
emotionale Kälte/Überhitzung
Missachtung
Dirigismus
Chaos und Beliebigkeit
Einseitige/mangelnde Förderung oder Überforderung
Erziehungsmaßnahmen
unterstützend
Lob/Belohnung (positive Verstärkung)
nicht zu oft, sonst verliert Wirkung
Ermutigung
Vormachen/Beispiel geben (Vorbild/Lernen am Modell)
Erklären/einsichtig machen
Arrangieren von Erfolgserlebnissen
direkt
unmittelbar (Angesicht zu Angesicht)
nimmt Einfluss auf das Verhalten
z.B. "Bleib stehen, die Ampel ist rot!"
indirekt
beabsichtigte Wirkung über Situation oder Objekt
z.B. durch Geschichte: "Mike blieb an der Ampel stehen, da sie noch rot war."
gegenwirkend
Belehrung/Ermahnung
Abbrechen
Strafen
Auszeit nehmen
Wiedergutmachung
...sind abhängig von
Persönlichkeit
Beziehung
Rahmenbedingungen
genaue Situation
...sind an pädagogischen Erziehungsstilen orientiert
Aktives Zuhören und Einsatz von Ich-Botschaften
Päd. Entwicklungsbegleitung
mehrere Bezugspersonen sind besser als eine einzige
bei Umgewöhnung/Transition ist
eine
feste Bezugsperson wichtig (sicherer Hafen), mit der Zeit aber mehrere
falls durch z.B. die Eltern frühere negative Arbeitsmodelle vorhanden sind, so ist eine gute Fremdbetreuung zum Abbauen/Umwandeln dieser in positive Arbeitsmodelle sehr wichtig
Bedürfnisse des Kindes sollen im Mittelpunkt stehen
Aufgaben der Erzieherin
Zuwendung
Sicherheit
Stressreduktion
Explorationsunterstützung
Assistenz